ALLES WAS DU ÜBER DIE QUALITÄT VON ÄTHERISCHEN ÖLEN WISSEN MUSST

ätherische Öle Qualität erkennen

„Aromatherapie“ ist „in“, und sogenannte „Duft- und Aromaöle“ gibt es mittlerweile zahlreich in Drogerien, Supermärkten oder am Weihnachtsmarkt zu kaufen. Selbst im Baumarkt hab ich schon welche gesichtet.

Aber Vorsicht! Oft handelt es sich beim Inhalt nicht um 100% naturreine ätherische Öle, sondern stattdessen um künstlich hergestellte Duftstoffe, die auf keinen Fall auf der Haut angewendet werden sollten.

Wenn diese synthetisch hergestellten Duftöle vielleicht auch nett riechen, besitzen sie jedoch keinen therapeutischen Wert und können sogar gesundheitsschädlich sein.

Echte ätherische Öle sind hochkonzentrierte, flüchtige Pflanzeninhaltsstoffe, die vor allem durch Wasserdampfdestillation aus aromatischen Pflanzen (Kräuter, Blüten, Nadeln, Holz, etc) gewonnen werden.

Ein Großteil der heutzutage verkauften „Duft- und Aromaöle“ stammt nicht (mehr) aus natürlichen Quellen, sondern wird synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt.

Mit den folgenden Tipps gehst du sicher, dass du echte und unverfälschte ätherische Öle verwendest, damit der therapeutische Nutzen garantiert ist und du unerwünschten Nebenwirkungen vermeidest.

  1. Naturreine ätherische Öle vs. synthetische Duftöle
  2. Deklaration
  3. Warum es wichtig ist, auf den botanischen Namen zu achten
  4. Chargenunterschiede
  5. Was sind Chemotypen
  6. Inhaltsstoff-Angaben (INCI)
  7. Gefahrenpiktogramme auf der Verpackung
  8. Bio oder nicht Bio – das ist die Frage
  9. Preis
  10. “Therapeutische Qualität”
  11. Qualitätskontrolle
  12. Vertrauen
  13. Wo kaufen
  14. Grundausstattung
  15. Lagerung und Haltbarkeit

 

1. REINES ÄTHERISCHES ÖL ODER SYNTHETISCHES DUFTÖL?

Um reine ätherische Öle von synthetischen Duftölen zu unterscheiden, musst du genau auf die Bezeichnung in der Deklaration achten. Wie sind die Öle bezeichnet?

  • Naturreine ätherische Öle, genuine Öle, naturbelassene Öle
  • Ätherische Öle in Apothekenqualität
  • Naturidentische Öle
  • Synthetische Öle, Parfümöle oder “Aromaöle”

Naturreine ätherische Öle, genuine Öle, naturbelassene Öle

Diese Öle werden direkt aus einer bestimmten Pflanze oder deren Teile durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder Extraktion gewonnen.

Achte bei der Deklaration deshalb auf die Bezeichnung 100% naturreines ätherisches Öl, 100% genuines Öl100% naturbelassenes Öl oder 100% Naturduft.

was bedeutet naturreines ätherisches Öl

Die Zusammensetzung von naturreinen ätherischen Ölen unterliegt natürlichen Schwankungen – abhängig von Klima, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage und Anbauart.

Deshalb sollte auf den Fläschchen auch das Herkunftsland angegeben sein. Mehr darüber habe ich weiter unten genauer beschrieben (Chargen und Chargenunterschiede).

Wenn du mal verschiedene Analyseergebnisse (über die genaue Zusammensetzung) von verschiedenen ätherischen Ölen (und verschiedenen Anbaugebieten) ansehen willst, dann schau doch mal bei EOU (Essential Oil University) vorbei.

Unter Umständen ist eine gezielte Steuerung der Zusammensetzung durch die Art der Destillation (“Rektifizierung” oder “Rektifikation”) zulässig.

Zum Beispiel ist so auch bergaptenfreies Bergamotteöl erhältlich. Hier wird das phototoxisch wirkende Bergapten durch zusätzliche Destillations-Schritte entfernt.

Ein anderes Beispiel ist Eucalyptus globulus. Hier kann der 1,8-Cineol-Gehalt je nach Herkunft sehr stark schwanken (50 – 90%). Um die Wirkung des Öls zu gewährleisten, gibt es dieses Öl manchmal auch mit einem “standardisierten” Cineol-Gehalt zu kaufen; z. B. “Eucalyptus Globulus (Cineol 85%)”. Auch hier wird durch Rektifikation eine bestimmte Konzentration eines Inhaltsstoffes erreicht.

Natürlich muss so eine Veränderung auch auf dem Fläschchen entsprechend deklariert werden!

Ebenso ist die Verdünnung von Ölen zulässig. Dies wird besonders bei sehr intensiv duftenden, teuren oder sehr dickflüssigen ätherischen Ölen praktiziert.

Beispiele sind Rosenöl, Jasminöl und Neroliöl. Auch hier muss die Verdünnung und das Verdünnungsmittel angegeben sein; z. B. Rose türkisch 10% in Weingeist.

Das ist also keine Irreführung von Verbrauchern – so eine Verdünnung muss ja als solche deklariert werden.

Ich finde das außerdem sehr praktisch, da dadurch die Dosierung von intensiv duftenden Ölen erleichtert wird. Sehr teure Öle werden so außerdem erschwinglicher.

Synthetische Inhaltsstoffe sind nicht erlaubt.

Ätherische Öle in Apothekenqualität

Bei Arzneibuch-konformen ätherischen Ölen wird im Gegensatz zu naturreinen ätherischen Ölen nicht nach Herkunft und Anbauweise differenziert. Es gibt aber strenge Reinheitskriterien (Pestizidrückstände, Schwermetalle, etc.).

Um ein ätherisches Öl mit gleichbleibenden Inhaltsstoffen und Eigenschaften zu garantieren, schreiben die landesspezifischen Arzneibücher (DAB, ÖAB, Ph. Helv.). eine Standardisierung von bestimmten Inhaltsstoff-Mengen vor.

 

Wie schon gesagt, kann die Zusammensetzung von naturreinen ätherischen Ölen – ähnlich wie bei der Qualität von Wein – je nach Anbaugebiet, Klima, Wetter, Erntezeitpunkt, etc. ja schwanken.

So kann bei ätherischen Ölen, die diesen Arzneibuch-Standards nicht entsprechen, “nachgebessert” werden.

Das heisst, es wird eine gewisse Menge eines unerwünschten Inhaltsstoffes (durch Rektifikation) entfernt oder von einem erwünschten Inhaltsstoff (in Form von naturidentischen oder isolierten Inhaltsstoffen, wie Cineol, Menthol, Geraniol, Linalool, etc.) dazugegeben – bis die Standardmenge erreicht ist.

Synthetische Inhaltsstoffe sind hier ebenfalls nicht erlaubt.

Der Verein Forum-Essenzia hat eine Aufstellung erstellt, in der die Anforderungen an naturreine Öle und die an Öle nach dem Arzneibuch gegenübergestellt werden.

Naturidentische Öle

Diese Öle bestehen zwar aus Stoffen, die es in der Natur gibt, sie werden aber im Labor „zusammengebaut“.

Dazu werden exakte Kopien der natürlichen Duftmoleküle aus natürlichen oder synthetischen Ausgangsstoffen hergestellt.

Sie sind nur aufgrund ihres Geruches von natürlichen Ölen oft nicht oder nur schwer zu unterscheiden.

Meist werden vor allem die Haupt- bzw. Schlüssel-Bestandteile der natürlichen Vorbilder verwendet.

Es fehlen aber kleinere Fraktionen oder Bestandteile, die bisher noch nicht chemisch identifiziert sind.

Diese sind aber oft ebenso wichtig für die Ausgewogenheit, den Duft und die Wirkung des Öles wie die mengenmäßig größeren Bestandteile.

Hier fehlt auch die synergetische Wirkung aller einzelnen Inhaltsstoffe, die es in einem genuinen ätherischen Öl gibt.

Die Wirkung von naturidentischen Ölen wurde bisher wenig erforscht.

Synthetische (künstliche) Öle – Parfümöle

Künstliche Öle werden synthetisch hergestellt.

künstliche Duftöle versus ätherische Öle

Sie bestehen aus ganz neuen Molekülen, die oft in der Natur gar nicht vorkommen. Sie werden meist in der Duftstoffindustrie (Parfüms, Deos, Shampoos, Duschgels usw.) verwendet.

Beispiele: Grüner Apfel, Banane, Pfirsich

 

2.  ACHTE AUF DIE DEKLARATION

Etikett ätherisches Öl als Kosmetikum

Der Umfang der Deklaration hängt davon ab, welche Zulassung ein ätherisches Öl hat:

  • Bedarfsmittel/Gebrauchsgegenstand (z. B. zur Raumbeduftung)
  • Kosmetikum (zur Anwendung auf der Haut; z. B. in Kosmetikprodukten oder in der Aromapflege)
  • Lebensmittel (zur Aromatisierung von Speisen)
  • Arzneimittel
  • Andere (Futtermittel, Insektizide)

Der Vertreiber der Öle muss sich für eine dieser Zulassungen entscheiden. Das schreibt der Gesetzgeber so vor.

Eine Zulassung als Bedarfsmittel, Kosmetikum oder Lebensmittel hat allerdings nicht unbedingt etwas mit der Qualität des Öls zu tun!

Ein Öl derselben Charge (aus ein und demselben “Fass”) kann also für verschiedene Verwendungszwecke zugelassen sein.

ätherische Öle Qualität

  • Name der Ursprungspflanze: Deutscher und botanischer Name
  • Bezeichnung: 100% naturreines ätherisches Öl, 100% genuines Öl, 100% naturbelassenes Öl
  • Pflanzenteil, aus dem das ätherische Öl gewonnen wurde: Blatt, Blüte, Zweige, etc.
  • Herkunftsland: Das Anbaugebiet bestimmt u. a. über die Qualität
  • Gewinnungsverfahren: Dampfdestillation, Expression, Extraktion
  • Anbauart: kontrollierter biologischer Anbau (kbA), demeter-zertifizierte Bio-Qualität (demeter), Wildsammlung (Ws), konventioneller Anbau (konv.)
  • Lösungsmittel: Angabe des Lösungsmittels bei Extraktion
  • Verdünnungsverhältnis: Bei teuren oder zähflüssigen ätherischen Ölen (z. B. Rose türkisch 10% in Weingeist)
  • Mengenangabe in ml
  • Chargennummer
  • Herstellername (Produkthaftung)
  • Zertifizierung bzw. Kontrollstelle: Natrue, Demeter, etc.
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen oder Ablaufdatum.
  • Verwendungshinweise: z. B. „Zur Raumbeduftung“, „Kosmetikum für die Aromapflege“
  • Sicherheitshinweise: z. B.  „Vor Kindern sicher aufbewahren“, “nicht für Schwangere geeignet”, etc.
  • Inhaltsstoffe/INCI: nur bei einer Zulassung als Kosmetikum
  • Gefahrenstoffzeichen laut EU-Verordnung: je nach Öl individuell; nur bei einer Zulassung als Bedarfsmittel
  • Dosierungsempfehlung: z. B. x Tropfen in x ml Trägeröl; nur bei einer Zulassung als Kosmetikum

Etikett eines ätherischen Öls, das eine Zulassung als Kosmetikum hat:

ätherische Öle Qualität

Etikett eines ätherischen Öls, das eine Zulassung als Lebensmittel hat:

ätherische Öle Qualität

Etikett eines ätherischen Öls, das eine Zulassung als Gebrauchsgegenstand hat:

ätherische Öle Qualität

 

3. WARUM ES WICHTIG IST, AUCH AUF DEN LATEINISCHEN NAMEN ZU ACHTEN

Wichtig ist es, auch auf den lateinischen bzw. botanischen Namen der Stammpflanze und auch auf die Angabe des Pflanzenteils zu achten, aus dem das Öl gewonnen wurde.

Zum Beispiel wäre die Angabe “Lavendel” nicht ausreichend. Es gibt nämlich viele verschiedene Lavendelarten, die sich in ihrer Zusammensetzung und Anwendung unterscheiden.

  • Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Speiklavendel (Lavandula latifolia)
  • Schopflavendel (Lavandula stoechas)
  • Lavandin (Lavandula x intermedia) = Kreuzung aus L. angustifolia + L. latifolia

ätherische Öle Qualität

Weiters können aus ein und derselben Stammpflanze verschiedene Öle hergestellt werden.

Im Falle der Bitterorange (Citrus aurantium ssp. amara) werden sogar drei verschiedene Öle hergestellt:

  • Bitterorangenöl (Citrus aurantium ssp. amara): Wird aus der Schale gepresst.
  • Neroli (Citrus aurantium ssp. amara flos): Wird aus den Bitterorangenblüten destilliert. Flos [lat] = Blüte.
  • Petit grain (Citrus aurantium ssp. amara fol): Wird aus den Blättern, Zweigen und unreifen Früchten destilliert. Fol [lat] = Blatt.

ätherische Öle Qualität

Ein weiterer Grund, warum die Angabe des lateinischen/botanischen Namens wichtig ist, ist die Vermeidung von Verwechslungen.

Zum Beispiel wird das zitronig duftende Citronellaöl (Cymbopogon nardus) oft auch als “Melissenöl” angepriesen, da es auch als “indische Melisse” (Melissa indicum) bezeichnet wird. Es duftet ähnlich wie das teure, echte Melissenöl, ist aber preislich um einiges günstiger und hat ganz andere Eigenschaften.

Hier sind einige Beispiele:

  • Melisse: Echte Melisse (Melissa officinalis) versus Indische Melisse = Citronella (Melissa indicum = Cymbopogon nardus).
  • Majoran: Echter Majoran (Origanum majorana) versus “Spanischer Majoran” (Thymus mastichina), der eine Thymianart ist.
  • Zeder: Atlaszeder (Cedrus atlantica) und Himalayazeder (Cedrus deodara) versus Virginiazeder (Juniperus virginiana) versus Thuja (Thuja occidentalis).
    Während Atlas- und Himalayazeder der Gattung der Zedern angehören, zählt die Virginiazeder zur Gattung der Wacholder. Die Thuja (Thuja occidentalis) wird im englischen Sprachraum auch als “cedar” (Zeder) bezeichnet – diese zählt aber wiederum zur Gattung der Lebensbäume.
    So kommt es immer wieder zu Verwirrungen und Verwechslungen. Ich lese immer wieder von Warnungen vor “Zedernöl”, und dass dieses wegen des hohen Ketongehalts bei Schwangerschaft und Epilepsie nicht eingesetzt werden soll.
    Das gilt aber nur für das Öl der Thuja (Thuja occidentalis), die tatsächlich einen hohen Gehalt an Thujon (ein Monoterpenketon) enthält. Deshalb ist es für Kinder und Schwangere ungeeignet.

 

4. CHARGENUNTERSCHIEDE

Selbst bei sortenreinen, naturreinen ätherischen Ölen kann es zu Qualitätsschwankungen kommen, die den Duft und die Wirkung beeinflussen.

So kann das ätherische Öl einer Pflanze von Hersteller zu Hersteller, und auch von Charge zu Charge, leichte Unterschiede in Zusammensetzung, Duft und Wirkung haben.

Diese Schwankungen ergeben sich dadurch, dass die Ernte – ähnlich wie bei Wein – durch Klimabedingungen, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage, den „Jahrgang“ etc. beeinflusst wird.

Wilder Lavendel in Kroatien

Deshalb wird auf dem Etikett qualitativ hochwertiger ätherischer Öle auch das Herstellungsland und die Chargennummer angegeben.

Zum Beispiel kommt das qualitativ beste Lavendelöl (Lavandula angustifolia) aus der Provence in Frankreich, und je höher das Anbaugebiet, desto besser; und das beste Rosengeranienöl (Pelargonium x asperum) von der Insel Reunion bei Madagaskar.

So dachte ich jahrelang, dass ich den Duft von Ylang Ylang einfach nicht ausstehen kann, bis ich beim letzten Urlaub ein Fläschchen auf Bali/Indonesien gekauft habe. Gleiche Pflanze, anderer Produktionsort, andere Destillationsfraktion, anderer Duft. Und plötzlich kann ich nicht genug davon bekommen!

Lass dich also nicht beirren, wenn du einmal ein ätherisches Öl empfohlen bekommst, du es aber einfach „nicht riechen“ kannst.

Probier dieses Öl von einem anderen Anbieter/anderen Lieferanten. Wenn du es immer noch nicht magst, dann ist es vielleicht einfach nicht für dich.

 

5. WAS SIND CHEMOTYPEN?

Gerade hast du gelesen, dass es wegen klimatischer Bedingungen, Höhenlage, u.s.w.  zu Schwankungen in der Zusammensetzung von ätherischen Ölen kommt.

Bei manchen Pflanzen ist dieses Phänomen besonders stark ausgeprägt.

Abhängig von den äußeren Bedingungen kann ein und dieselbe Spezies sogenannte “Chemotypen” entwickeln.

Dieser Chemotyp (CT) wird durch die Hauptkomponente der Inhaltsstoffe definiert. Dieser Bestandteil dominiert in diesem Öl und bestimmt wesentlich seinen Duft und seine therapeutische Wirkung.

Beispiele sind z. B. Thymian (Thymus vulgaris) oder Rosmarin (Rosmarinus officinalis).

Ich versuch das mal anhand des Thymians (Thymus vulgaris) zu verdeutlichen:

Je nach klimatischen Bedingungen, Höhenlage und Bodenbeschaffenheit produziert Thymian unterschiedliche Wirkstoffe. Wächst der Thymian in der mediterranen Hitze auf Meereshöhe, dann bildet er scharfe, hautreizende Inhaltsstoffe. Je höher oben er wächst, desto milder werden seine Wirkstoffe.

Deshalb verwendet man in der Aromatherapie nicht einfach „Thymianöl“, sondern Thymianöl eines bestimmten Chemotyps; also z. B. Thymian CT Thymol wegen seiner sehr stark desinfizierenden Eigenschaften (allerdings stark verdünnt) oder den sanften Thymian CT Linalool für Kinder.

Thymian CT Carvacrol (Thymus vulgaris CT Carvacrol): Wächst im mediterran-heissen Klima auf Meereshöhe. Der Duft ist scharf und feurig; und das ätherische Öl wirkt stark hautreizend.

Thymian CT Thymol (Thymus vulgaris CT Thymol): Dieser Chemotyp ist ab ca. 250 Metern Meereshöhe zu finden und wird auch roter Thymian genannt. Der Duft ist scharf und intensiv. Roter Thymian ist ebenfalls stark hautreizend und soll nur in starker Verdünnung verwendet werden.

Thymian CT Thujanol  (Thymus vulgaris CT Thujanol): Dieser Chemotyp kommt ab 1000 Metern Meereshöhe vor. Der Duft ist würzig und krautig. Vorsichtig dosiert ist er relativ gut hautverträglich.

Thymian CT Geraniol  (Thymus vulgaris CT Geraniol): Wächst ab etwa 1250 Metern und wird als Winterthymian bezeichnet. Der Geruch ist krautig und kräftig. Weil er gut haut- und schleimhautverträglich ist, ist er auch für Kinder geeignet.

Thymian CT Linalool (Thymus vulgaris CT Linalool): Der Typ Linalool wird auch Zitronenthymian genannt und wächst in den Bergen ab etwa 1500 Metern. Der Geruch ist mild, zitronig und frisch. Durch seine gute Verträglichkeit ist er auch als Kinderthymian bekannt.

 

6. INHALTSSTOFF-ANGABE (INCI)

Ätherische Öle mit einer Zulassung als Kosmetikum müssen die Inhaltsstoffe nach INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) angegeben werden.

Diese Nomenklatur soll besonders Allergikern die Möglichkeit geben, ein Produkt vor dem Kauf auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu prüfen.

INCI Naturkosmetik und ätherische Öle

Die Inhaltsstoffe werden nach ihrem Gewichtsanteil in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Dies gilt für alle Inhaltsstoffe, die jeweils über 1% des Inhalts ausmachen. Inhaltsstoffe, die mit weniger als 1% enthalten sind, müssen nicht in der vorgenannten Reihenfolge aufgelistet werden.

In der EU-Kosmetikverordnung sind 26 potentiell allergene Riechstoffe gelistet, die in Parfüms oder ätherischen Ölen enthalten sein können.

Die kritischen Bestandteile sind:

Alpha-Isomethylionone, Anise Alcohol = Anisalkohol, Amyl Cinnamal = Amylzimtaldehyd, Amylcinnamyl Alcohol = Amylzimtalkohol, Benzyl Alcohol, Benzyl Benzoate, Benzyl Cinnamate = Benzylzimtsäureester, Benzyl Salicylate, Butylphenyl Methylpropiona = Lilial, Cinnamyl Alcohol = Zimtalkohol, Citral Isoeugenol, Citronellol, Coumarin, Eugenol, Evernia Prunastri Extract = Eichenmoosextrakt, Evernia Furfuracea Extract = Baummoosextrakt, Farnesol, Geraniol, Hexyl Cinnamal = Hexylzimtaldehyd, Hydroxycitronellal, Hydroxyisohexyl, 3-Cyclohexene Carboxaldehyd = Lyral, Linalool, Limonene = d-Limonen, Methyl 2-Octynoate.

Die Deklarationspflicht für diese Stoffe gilt hier bei Produkten, die auf der Haut verbleiben („Leave On“-Produkte) ab einem Gehalt von 0,001 Prozent, und für jene, die wieder abgewaschen werden („Rinse Off“-Produkte) ab 0,01% Prozent.

Inhaltsstoffe INCI ätherische Öle

Inhaltsstoffangebe/INCI bei ätherischem Zitronenöl, das eine Zulassung als Kosmetikum hat.

Hier habe ich noch mehr Beispiele für dich:

Echtes ätherisches Lavendelöl

Botanische Bezeichnung: Lavandula angustifolia
INCI: Lavandula angustifolia (Lavender) oil, Geraniol**, Limonene**, Linalool**
** natürliche Bestandteile des ätherischen Öls

Lavendelhydrolat bio

Inhaltsstoffe: Lavendelwasser* bio, Alkohol* bio
INCI: Lavandula angustifolia water* org, Alcohol* org
*org = certified organic cultivation

Rosenöl türkisch 10%

Botanische Bezeichnung: Rosa damascena 10%
Inhaltsstoffe: 10% Rose türkisch, 90% Weingeist
INCI: Alcohol, Rosa Damascena Flower Oil, Citral**, Eugenol**, Geraniol**, Citronellol**, Farnesol**, Linalool**
** natürliche Bestandteile des ätherischen Öls

In diesem Beispiel wurde das ätherische Rosenöl mit Weingeist (INCI: Alcohol) gestreckt. Das wird oft bei sehr teuren, intensiv duftenden oder sehr dickflüssigen Ölen gemacht. So sind diese Öle leichter dosierbar bzw. auch preislich erschwinglicher.

Rosenhydrolat bio

Inhaltsstoffe: Rosenwasser*, Alkohol*
INCI: Rosa Damascena Flower Water*, Alcohol*, Benzyl Alcohol**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Linalool**
* aus kontrolliertem Bio-Anbau
** Es handelt sich hierbei nicht um Zutaten, sondern um die natürlichen Bestandteile ätherischer Öle.

Diesem Rosenhydrolat wurde Weingeist (“Alcohol”) zur Konservierung zugesetzt.

Dagegen ist “Benzyl Alcohol” ein natürlicher Bestandteil, der in kleinsten Mengen in Rosenhydrolat enthalten ist! Er muss angeführt werden, weil er einer der oben genannten 26 potentiell allergenen Riechstoffe ist.

 

7. GEFAHRENPIKTOGRAMME

ätherische Öle Qualität Auch hier muss ich ein bisschen weiter ausholen. Denn die Gefahrenhinweise auf Öl-Fläschchen sind immer wieder ein heisses Thema!

Ätherische Öle mit einer Zulassung als Bedarfsmittel oder Gebrauchsgegenstand (z. B. ÄÖ zur Raumbeduftung) müssen laut der EU-Chemikalienverordnung “REACH” die CLP-Gefahrenpiktogramme (CLP = Classification, Labelling and Packaging)  tragen.

CLP-Piktogramme auf ätherischen Ölen

Was diese Piktogramme im Einzelnen genau bedeuten, kannst du hier (klick!) nachlesen.

Das schaut ja zum Fürchten aus. Ja, auf den ersten Blick schon, oder?

Sind ätherische Öle nicht reine Naturprodukte? Warum müssen sie dann diese Warnsymbole tragen?

Nun, in der Natur ist schließlich und endlich auch alles Chemie – so auch ätherische Öle!

Wie hört sich übrigens “Dihydrogenmonoxid” für dich an? Huuu!

Aber das wäre theoretisch die korrekte chemische Bezeichnung für H20 – also für Wasser!

Ätherische Öle sind keine homogenen Stoffe, sondern Vielstoffgemische, die teilweise aus bis zu mehreren hundert verschiedenen Molekülarten zusammengesetzt sind.

Aetherische Oele richtig verduennen

Als solche fallen sie – falls sie als Bedarfsmittel zugelassen sind – unter das EU-Chemikaliengesetz. Und dieses schreibt u. a. auch die entsprechende Kennzeichnung von ätherischen Öle vor – auch für hochqualitative, 100% naturreine Öle.

Wie gesagt kann ein Öl ein und derselben Charge eine Zulassung entweder als Bedarfsmittel, Kosmetikum oder Lebensmittel haben. Aber nur ein Öl mit der Zulassung als Bedarfsmittel muss gegebenenfalls mit diesen Gefahrensymbolen versehen sein!

Hmm, seltsam – aber Fakt. Aber durch diese verschiedenen Zulassungsmöglichkeiten unterliegen sie schließlich unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen – und damit deren (unterschiedlichen) Deklarierungsrichtlinien.

Leuten, die immer wieder behaupten, dass Öle, die diese Gefahrensymbole tragen, von schlechter Qualität wären oder synthetische Inhaltsstoffe enthielten, möchte ich also empfehlen, sich die EU-Verordnung einmal genauer zu Gemüte zu führen.

Ich höre immer wieder von Leuten (vor allem von Anhängern amerikanischer MLM-Firmen), dass ihre Öle die einzig reinen Öle sind, und sie zeigen mit Fingern auf die Fläschchen mit den “bösen” Gefahrensymbolen von Mitbewerbern. Dabei verweisen sie stolz darauf, dass “ihre” Öle diese Gefahrensymbole nicht tragen müssen.

Nun, falls diese Öle ein Zulassung als “Kosmetikum” oder “Lebensmittel” haben, dann brauchen sie diese wie gesagt auch nicht, weil sie ja nicht unter das EU-Chemikaliengesetz fallen.

Noch mal – diese Piktogramme sagen nichts über die Qualität eines Öles aus – und genauso wenig bescheinigt die Abwesenheit derselben einem Öl überlegene Qualität.

Wer also mit dem Finger auf Firmen zeigt, deren Öle diese Gefahrensymbole tragen, sollte besser nicht zu laut schreien. Den das zeigt, dass er/sie sich mit den EU-Kennzeichnungs-Richtlinien leider nicht auskennt. Jeder gut ausgebildete Aromapraktiker/-therapeut sollte das nämlich in seiner Ausbildung gelernt haben.

Wenn du etwas anderes darüber wissen solltest, dann bitte her damit in den Kommentaren. Konstruktive Beiträge sind hier immer willkommen; bösartige werden dagegen kommentarlos von mir gelöscht! Das gilt übrigens für beide “Lager”! Ich will hier informieren und nicht die Leute gegeneinander aufwiegeln.

Welche ätherischen Öle welche CLP-Piktogramme tragen müssen, erfährst du hier (klick!).

Letztendlich sollen die Verbraucher durch solche Maßnahmen geschützt werden. Gefahr geht von ätherischen Ölen nur bei unsachgemäßem Gebrauch aus; z. B. durch Verschlucken von größeren Mengen, unverdünnter Anwendung oder wenn sie in die Augen gelangen.

 

8. BIO ODER NICHT BIO

Achte darauf, dass du, wenn möglich, ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrollierter Wildsammlung verwendest – vor allem für die Anwendung auf der Haut.

Agrargifte (zum Beispiel Pestizide) können auch in ätherische Öle gelangen. Dies birgt ein Risiko für Haut- und Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen!

BIO Siegel

Achte deshalb beim Einkauf auf anerkannte Bio-Gütesiegel. Mehr dazu auf dem Blog von Eliane Zimmermann: Zum Artikel geht’s hier (klick!).

Kein Bio-Zertifikat muss aber nicht unbedingt heissen, dass ein Öl nicht doch Bio oder qualitativ hochwertig ist. Gerade kleine Familienbetriebe mögen im Grunde nach Bio-Richtlinien anbauen, können sich aber vielleicht eine teure Bio-Zertifizierung nicht leisten.

Dagegen können sich große Anbauer mit einem Bio-Zertifikat schmücken – wird allerdings die Einhaltung der Richtlinien nicht regelmäßig von einer unabhängigen Stelle kontrolliert, ist das auch wieder für die Katz!

Der Kauf ist also letztendlich Vertrauenssache.

 

9. WAS DIR DER PREIS ÜBER DIE QUALITÄT VERRÄT

Qualität hat ihren Preis.

Also Vorsicht, wenn die angebotenen Öle sehr billig sind oder alle den gleichen Preis haben – das ist schon ein Warnsignal, dass es sich womöglich nicht um echte, naturreine ätherische Öle oder zumindest um minderwertige Qualität handelt.

Die Preisgestaltung naturreiner Öle richtet sich nach der Ölausbeute der jeweiligen Pflanze, Arbeitsaufwand, Herkunft, etc., was zu unterschiedlichen Endpreisen führt.

In einem einzigen Tropfen echten Rosenöls z. B. befinden sich ca. 30 Duftrosen, und es ist dementsprechend sehr teuer.

Rosen Destillation Zypern

Rosendestillation in Zypern
www.venus-rose.de

Bild: www.venus-rose.de

Dagegen ist Zitronenöl relativ günstig, da die Ausbeute pro Kilogramm Frucht viel höher ist.

Echte ätherische Öle sind nicht ganz billig; rechne in der Regel mit mindestens 1 Euro pro Milliliter, oft mit mehr.

Aber du kommst normalerweise lange mit einem Fläschchen aus, da ätherische Öle ja sehr konzentriert vorliegen, und du nur einige wenige Tropfen für eine Anwendung brauchst.

Kauf am Anfang am besten kleine Größen (5 ml) und probiere, ob dir der Duft zusagt.

Es gibt es aber auch einige Firmen, die ihre Öle zu einem – meiner Meinung nach – völlig überteuerten Preis anbieten.

Zum Beispiel werben einige amerikanische MLM-Firmen mit der angeblich überragenden (therapeutischen) Qualität ihrer Öle und versuchen so, ihre hohen Preise zu rechtfertigen. Gut, die Qualität mag tatsächlich ausgezeichnet sein – allerdings stehen Öle von vielen renommierten Anbietern aus dem deutschsprachigen Raum diesen in keiner Weise nach.

Der Vertrieb im MLM-System (“Multi Level Marketing”) basiert auf privaten Vertriebspartnern, die vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis für die Produkte werben. Kennst du z. B. Tupperware noch? Das funktionierte nach genau diesem System. Hier werden auf privat organisierten “Partys” die Waren beworben und verkauft. Wer viel verkauft und weitere Mitglieder oder neue Vertriebspartner anwirbt, bekommt einen Bonus o. ä. und kann in der Hierarchie aufsteigen, und erhält so Waren selbst günstiger. In diesem Verkaufssystem zahlen die Neueinsteiger zugunsten von Teilnehmern, die schon höher in der Leiter aufgestiegen sind. Und durch solche Boni und Provisionen werden die Leute bei der Stange gehalten.

Ich habe, wie gesagt, absolut nichts dagegen, für gute Ware auch gutes Geld zu bezahlen. Aber hier hab ich den Eindruck, dass vor allem eine aufgeblasenes Vertriebssystem mitfinanziert wird. Das ist auch der Grund, warum ich persönlich solche Firmen auf meinem Blog nicht empfehle, selbst wenn die Qualität dieser Öle sicher sehr gut sein mag.

 

10. “THERAPEUTISCHE QUALITÄT”

Für den Einsatz von ätherischen Öle für therapeutische Zwecke in der Aromatherapie und Aromapflege ist im Grunde jedes hochwertige 100% naturreine ätherische Öl geeignet, das auch eine strenge Qualitäts- und Reinheitskontrolle bestanden hat.

ätherische Öle therapeutische Qualität

Es gibt einige Firmen aus dem US-amerikanischen Raum (siehe auch oben), deren Verkaufsvertreter immer wieder damit werben, als Einzige Öle in “therapeutischer Qualität” anzubieten.

Therapeutische Qualität Lass dich hier nicht in die Irre führen! Denn es gibt im deutschen Sprachraum viele Firmen, die ätherische Öle von hervorragender, naturreiner – und damit in “therapeutischer Qualität” anbieten, auch wenn das nicht als solches beworben wird.

Wenn Firmen mit ihren eigenen therapeutischen Qualitätsstandards werben, sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass es sich hier um firmeninterne Standards handelt.

In Wahrheit gibt es keine allgemeine, unabhängige Instanz, die ätherischen Ölen “therapeutische Qualität” bescheinigt.

Mehr über den Mythos der “therapeutischen Qualität” kannst du hier (klick!) nachlesen!

 

11. QUALITÄTSKONTROLLE

Gute Öle-Anbieter unterziehen jede Charge ätherischer Öle erst strengen Analysen, bevor sie für den Verkauf freigegeben werden.

Lavendel fein Gaschromotographie EOU

Bild: GC-Analyse, Lavandula angustifolia, Essential Oil University

Wie in Folge beschrieben, wird das z. B. bei Primavera gemacht.

Sensorische Analyse:

Jedes ätherische Öl wird nach dem charakteristischen Duft und Aussehen (Farbe, Trübung) bewertet.

Physikalisch-chemische Analyse:

  • Bestimmung der Inhaltsstoffe mittels GCMS (= Gaschromatographie/Massenspektrometrie) – Prüfung auf Identifikation, Reinheit, Verfälschungen, Lösungsmittelrückstände.
    Man orientiert sich hier an ISO-Normen. Durch eine jahrzehntelang aufgebaute, spezielle Datenbank können Inhaltsstoffe genauer bestimmt und auch in Spuren nachgewiesen werden (z. B. Benzol in Cajeput). Auf Anfrage können Kunden von Primavera auch Analysenzertifikate erhalten.
  • Prüfung, ob therapeutisch relevante Inhaltsstoffe (Wirkstoffe) enthalten sind.
  • Peroxidzahl und Dichte
  • Prüfung auf Verunreinigungen wie Pestizide, Weichmacher, Schwermetalle.

Mikrobiologische Analyse:

Gesamtkeimzahl, Hefen, Schimmel bei kaltgepressten Ölen (z. B. Zitrusöle).

 

In diesem Video erklärt der ÄÖ-Chemiker Dr. Robert Pappas von EOU, wie Analysen im Labor der Indiana University Southeast durchgeführt werden.

 

12. VERTRAUEN

Auf einem Markt, der nach Gewinnmaximierung strebt, passiert es, dass minderwertige ätherische Öle mit anderen billigeren ätherischen Ölen verschnitten oder mit gar mit synthetischen Inhaltsstoffen verpanscht werden. Beispiele für beliebte und verbreitete Verpanschungen kannst du hier (klick) nachlesen.

Auch bekannte Anbieter von ätherischen Ölen sind oft auf Ware von Zwischenhändlern angewiesen. Deshalb sichern sich viele Öle-Anbieter mit Qualitätskontrollen ab, bevor sie die Ware an den Konsumenten weitergeben.

ätherische Öle Qualitätskontrolle

Allerdings geben auch Laborkontrollen keine letztendliche Sicherheit; wie man ebenfalls bei Oshadi nachlesen kann:

“Labor-Kontrollen sind notwendig und gut, vermitteln aber keine letztendliche Sicherheit. (…) Leider ist das berühmte „GC“ (Gaschromatogramm) eines ätherischen Öls bei weitem nicht immer in der Lage, die Gesamtheit eventueller Beimischungen zu verraten.
(…) selbst synthetische Komponenten, die nachträglich dem Öl zugesetzt wurden, können – solange sie prozentual im richtigen Bereich liegen und im Vergleich dem chemischen Profil des Originals standhalten, kaum aufgedeckt werden. (…)

Sinnvoll ist eine möglichst regelmäßige Kontrolle direkt vor Ort beim Anbauer, der im Idealfall eine langjährige Erfahrung mit Destillation vorweisen kann und sich den Richtlinien eines biologischen Anbau-Verbandes unterworfen hat.”

Wie du siehst, bedarf es für die Qualitätskontrolle einer Menge Wissen, Erfahrung und guten Willens.

Deshalb ist die Wahl deines Öl-Anbieters letzten Endes auch eine Frage des Vertrauens!

 

13. WO ÄTHERISCHE ÖLE KAUFEN

Grundsätzlich findest du hochwertige, naturreine Öle in Apotheken und Naturkostläden, oder direkt in den Onlineshops renommierter Hersteller.

Auch manche Drogeriemärkte bieten teilweise echte ätherische Öle an. Dort musst du aber genau auf die Deklaration achten, um sie von synthetischen „Duftölen“ unterscheiden zu können.

In Supermärkten oder Weihnachtsmärkten hingegen wird es sich in der Regel um preisgünstige, aber dafür minderwertige Qualität handeln.

Ätherische Öle Qualität

Recht günstige naturreine Öle  gibt es oft auch in Rohstoff-Shops z. B. für’s Seifensieden. Entsprechend dem niedrigeren Preis würde ich mir hier aber nicht höchste Qualität erwarten. Damit meine ich nicht, dass die Öle nicht rein wären; die gibt’s da sogar in Bio-Qualität. Aber es gibt ja auch reinen Wein um 3 Euro – oder aber auch für 30 Euro – zu kaufen. Aber zum Seifensieden sind etwas günstigere Öle sicher mehr als gut genug (die Seifensieder unter euch wissen ja, dass hier mit konzentrierter Lauge gearbeitet wird und die Öle unter der Lauge leiden).

Links zu vertrauenswürdigen Marken und Onlineshops findest du in den Ressourcen (klick!).

Duft-Bar:

Viele Drogeriemärkte, Bioläden oder Apotheken haben „Aroma-Bars“ der verschiedenen Anbieter von ätherischen Ölen.

Am besten schnupperst du dich, bevor du kaufst, auch durch die verschiedenen Düfte.

Hier verlass dich einfach auf deine Nase. Denn jeder hat andere Vorlieben.

Aromabar der Firma Taoasis (mit freundlicher Genehmigung)

Zum Beispiel könnte sich jemand, der sich so richtig ausgepowert fühlt, besonders zu Zitrusölen hingezogen fühlen, welche beleben und die Stimmung heben.

Oder jemand, der gerade etwas „unrund“ ist, fühlt sich möglicherweise zum harmonisierend wirkenden Rosengeranienöl hingezogen.

Oft fühlen wir uns magisch von Düften angezogen, die wir gerade brauchen.

 

14. ÄTHERISCHE ÖLE FÜR DIE GRUNDAUSSTATTUNG

Für deine Grundausstattung genügen für den Anfang fünf bis zehn verschiedene ätherische Öle. Wähle am besten je 1 – 2 aus den folgenden Gruppen:

Allround-Öle: Lavendel, Bergamotteminze, Teebaum, Pfefferminze

Zitrusdüfte: Zitrone, Orange, Mandarine, Grapefruit, Limette

Nadelbaumöle: Weißtanne, Fichte, Kiefer

Blumige Düfte: Rose, Ylang Ylang, Neroli, Jasmin, Rosengeranie, Palmarosa

Eukalyptusartige Düfte: Eukalyptus, Cajeput, Myrte

Kräuterige Düfte: Rosmarin, Thymian

Holzige Düfte: Zedernholz, Sandelholz, Wacholder

Harz: Weihrauch, Myrrhe

Oft haben Öle aus diesen Gruppen ähnliche Eigenschaften.

Lavendel oder Bergamotteminze? Orange oder Grapefruit? Zedernholz oder Sandelholz? Rosengeranie oder Rose?

Lass am Besten deine Nase entscheiden, was dir besser gefällt!

Aber natürlich hängt die Auswahl beim Kauf auch vor allem davon ab, was du erreichen willst:

Willst du deine ätherischen Öle in deine Hausapotheke integrieren oder für Entspannung und Wellness einsetzen, oder hast du einen Haushalt mit Kindern?

 

15. LAGERUNG UND HALTBARKEIT

Der Kauf bester Qualität hilft dir nichts, wenn deine ätherischen Öle abgelaufen oder durch falsche Lagerung verdorben sind.

Achte deshalb auf das Herstellungs- bzw. Ablaufdatum. Kaufe ätherische Öle am besten in kleineren Mengen (5 ml).

Ätherische Öle müssen lichtgeschützt in Braunglas (manchmal auch in Blau- oder Grünglas) abgefüllt sein.

Die meisten ätherischen Öle haben – bei dunkler und möglichst kühler Lagerung – eine Haltbarkeit von mehreren Jahren, einige wenige „reifen“ sogar wie ein guter Wein über die Jahre.

Jedoch sind manche aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe oft nur maximal für 1 Jahr nach Öffnung haltbar. Dazu gehören die ätherischen Öle der Zitrusfrüchte, Nadelöle und Teebaumöl.

ätherische Öle Haltbarkeit

Nach Öffnung sollten diese Öle nicht mehr als ein Jahr auf der Haut angewandt werden, denn sie können mit Luft reagieren (oxidieren) und bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen.

Du kannst diese Öle nach dem „Ablaufdatum“ aber immer noch z. B. in deinen selbstgemachten Haushaltsreinigungprodukten verwenden. Diese Öle haben hervorragende desinfizierende Eigenschaften, die du weiterhin für dich nutzen kannst!

Über den Mythos, dass ätherische Öle “ewig” halten sollen, habe ich hier (klick!) einen Artikel des ÄÖ-Chemikers Dr. Robert Pappas für dich aus dem Englischen übersetzt.


 

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ÄTHERISCHE ÖLE – SICHERHEIT VON A – Z

Aromatherapie Onlinekurs


Ich hoffe, diese Tipps helfen dir beim Aufbau deiner Sammlung hochwertiger ätherischer Öle, die zu dir und deinen Bedürfnissen passen!

Dufte Gruesse, Margareta Ahrer

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21 Kommentare

  • Rebecca

    Reply Reply 26. Juni 2017

    Hallo Margareta,

    vielen Dank für die tollen Infos auf Deiner Seite.
    Ich habe da momentan noch nicht so den Überblick und bei meiner Recherche im Internet ansonsten auch nicht allzuviel gefunden. Vll kannst Du mir ja ein bisschen weiterhelfen?!
    Letzten Freitag habe ich an meinen ersten Workshop zur Aromatherapie teilgenommen. Dort wurden Produkte von doTerra angepriesen.
    Schlussendlich haben wir jetzt mit einigen Leuten zusammengelegt, um von denen mal was zum Probieren zu bestellen und durch Bestellen eines Startersets die Anmeldegebühr von 25Euro zu sparen. Dann erhält man ein Jahr lang auf deren Ölen 25% Rabatt.
    ich finde diese Struktur und so weiter, aber recht merkwürdig und habe eben auch nochmal mit der Workshopleiterin telefoniert, um nachzufragen:
    “Was ist eigentlich der Unterschied zwischen doTerra und z.b. Primavera Ölen?”
    Sie meinte, dass die Öle von doTerra so rein als möglich wären und anders als bei Primavera nicht etwa nur 4%ätherisches Öl enthalten wäre und der Rest nicht mit Weingeist o.Ä. aufgefüllt würde.
    Was auf den Etiketten von Primavera steht, dass dort 100% naturreines ätherisches Öl enthalten sei, das dürfe man trotzdem drauf schreiben auch wenn’s verdünnt ist.
    Hast du iwelche Erfahrungen/Infos?
    Was hälst du von doTerra?
    Was würdest du mir persönlich am ehesten empfehlen?

    liebe Grüße,
    Rebecca

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 28. Juni 2017

      Danke Rebecca für deine interessante Frage. Das ist eine Frage die sich viele Leute stellen!

      DoTerra, wie auch sein großer Bruder Young Living, verkauft seine ätherischen Öle durch eine sogenanntes MLM (Multilevelmarkting-System) – so ähnlich wie bei Tupperware. Bei so einem Vertriebssystem wollen viele Leute mitverdienen. Das erklärt auch die teilweise absurd hohen Preise.
      Beim Verkauf werden diese hohen Preise immer wieder dadurch gerechtfertigt, dass es sich ja um besonders hochwertige und reine Öle handle. Und im gleichen Atemzug werden andere Anbieter dann oft schlecht geredet.
      Ich möchte dabei betonen, daß beide Firmen tatsächlich sehr hochwertige Öle vertreiben und auch interessante Mischungen anbieten.
      Meiner Meinung nach stehen Anbieter im deutschsprachigen Raum in punkto Qualität aber um nichts nach!
      Ich nenne in Folge nur einige gut sortierter Anbieter, die 100% naturreine ätherische Öle anbieten: Primavera, Neumond, Taoasis, Farfalla, Feeling, Jophiel, Maienfelser, etc.
      Diese Anbieter haben auch viele Öle in Bio-Qualität im Angebot.
      Der Vorwurf, dass z. B Primavera seine Öle mit Weingeist streckt, ist ein Schlecht-Machen durch manche Verkaufs-Vertreter von MLM-Firmen. Ich höre das immer wieder.
      Es stimmt, dass Primavera und andere Anbieter ihre Öle teilweise mit Jojobaöl oder reinem Weingeist vor-verdünnt anbieten. Das wird vor allem bei einigen sehr intensiv duftenden Ölen wie Rose, Neroli oder Jasmin praktiziert.
      Wenn das der Fall ist, dann ist das IMMER auch auf dem Fläschchen so deklariert z.B „Rose türkisch 10%“! Es wird hier also nichts „vertuscht“.
      Ich finde diese Vorgehen selbst sehr praktisch für den alltäglichen Gebrauch. Ein Milliliter destilliertes Rosenöl pur (unverdünnt) kostet ca. 40 – 50 Euro. Da der Duft von Rose oder Neroli sehr intensiv ist, ist es dadurch relativ schwer zu dosieren. Dagegen ist Rosenöl in einer 10%ig Verdünnung in Weingeist viel leichter zu handhaben und dann auch preislich leistbarer.
      Durch diese Verdünnung ist dieses Öl aber immer noch ein 100%ig naturreines ätherisches Öl!
      Ein anderer Einwand ist auch immer wieder, daß auf den Fläschchen vieler deutscher Anbieter verschiedene Warnhinweise in Form von Piktogrammen zu finden sind. Dazu nur kurz: Anbieter sind verpflichtet je nach Zulassung der Öle (Gebrauchsmittel, Kosmetikum oder Lebensmittel) ihre Produkte entsprechend zu kennzeichnen.
      Ich hoffe ich konnte dir mit deiner Frage weiter helfen! Lass dich bloß nicht verunsichern und vertrau deinem Bauchgefühl. Und investiere vor allem auch in ein gutes Buch über ätherische Öle. Ich habe auf meinem Blog einige empfehlenswerte Bücher aufgelistet: https://www.aroma1x1.com/buecher.

      Dufte Grüße, Margareta

  • Patricia May

    Reply Reply 5. April 2018

    Hallo Margareta,

    kann man das Ylang Ylang dass du aus Indonesien hattest und viel besser duftete irengdwo kaufen ?

    LG
    Patricia

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 6. April 2018

      Liebe Patricia,
      das Öl hab ich auf einem Bio-Bauernmarkt gekauft. Da war nur ein handgeschriebenes Etikett drauf. Ich hab also leider keine Ahnung welche Qualität das war. Bei Ylang Ylang gibt es ja verschiedene Qualitäten, je nach dem wie lange der Destilliervorgang gedauert hat. LG Margareta

  • Sabine Grünberg

    Reply Reply 11. Juli 2018

    Hallo Margarete,

    danke für den super ausführlichen Beitrag, hab mir gleich ein paar Details für meine Weiterbildung in unserer Firma rausgeschrieben.
    Ich unterstütze in unsere Firma (Senioreneinrichtungen)die Damen der sozialen Betreuung bei der Umsetztung ” Einsatz ähterischer Öle für unsere Senioren”
    Ich selbst habe meine Ausbildung vor über 10 Jahren gemacht und gebe deine Tabellen als Basiinfo immer sehr gerne an unsere neu Interssierten im Bereich der Aromawelt weiter,vielen Dank dafür.

    p.s bist du beim Aromakongress im Herbst auch bei Primavera im Allgäu , wäre schön dich auch mal persönloch kennen zu lernen

    Lg und eine dufitge Zeit Sabine

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 11. Juli 2018

      Liebe Sabine,
      danke für deine Zeilen. Es freut mich wenn in meinem Blog immer wieder etwas Nützliches für dich dabei ist :-)
      Den Aromakongress hatte ich bisher noch nicht auf meinem Radar. Da werd ich gleich einmal kucken. Ich schreib sonst ja immer nur still in meinem Kämmerlein vor mich hin…..
      LG Margareta

  • Daniela

    Reply Reply 12. Juli 2018

    Liebe Margareta,

    es macht richtig Freude sich durch deine Seite zu lesen. Und der Blogartikel zu den ätherischen Ölen ist wirklich hervorragend. Eine ganz tolle Übersicht über die Kennzeichnungsvorschriften und die Unterschiede von qualitativ hochwertigen und weniger hochwertigen Ölen.

    Auch der Hinweis auf den Amerikanischen Hersteller, der versucht unsere qualitativ hochwertigen Öle schlecht zu machen, zum Beispiel auf Grund der Piktogramme. Ich finde es toll, wie du den Hintergrund der Kennzeichnung je nach Zulassung des Öls als Bedarfsmittel, Gebrauchsmittel, Kosmetikum oder Nahrungsergänzungsmittel darstellst. Hier hat man endlich die ganzen Fakten gut erklärt, zum Nachlesen und weitergeben. Das sind genau die Argumente, die man braucht.

    Herzlichen Dank für den tollen Blogartikel und die viele Arbeit und Herzblut, die du da rein gesteckt hast.

    LG Daniela

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 13. Juli 2018

      Vielen Dank für deine Zeilen, Daniela!

  • Lisa

    Reply Reply 5. August 2018

    Liebe Margareta

    ich habe mit viel Freude und Interesse deine Seite regelrecht “verschlungen”! Danke für die vielen ausführlichen Hinweise..
    Passend zum Kommentar von Rebecca am 26.6.17 stelle ich mir auch noch eine Frage – mein Opi liegt aktuell mit akuter Leukemie und Lungenentzündung im Krankenhaus flach. Eine Bekannte (wie auch rausstellte doterra Lady, die sich selbst nach einer Darmkrebsdiagnose und Op mit Einnahme von ua Weihrauch selbst abgefüllt in Kapseln geheilt hat) empfiehl mir also auch diese Öle. Kann ich ihm bedenkenlos 10 Tropfen / Tag verteilt auf mehrere Kapseln geben? Sie sagte es wäre am effektivsten sie innerlich anzuwenden und außerdem zu verdampfen..
    Wichtig wäre mir noch: kann ich Öle von zB Primavera dafür nutzen obwohl sie nicht als Lebensmittel zertifiziert sind?
    Ganz herzlichen Dank Lisa 🙏🏼

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 7. August 2018

      Hallo Lisa! Schön, dass du deinem Opa helfen willst. Ich weiss nicht ob ich dir hier weiterhelfen kann. Nur Ärzte dürfen (in Österreich) die innerliche Einnahme von ätherischen Ölen empfehlen; da würde ich mich auf Glatteis begeben. Und einfach so aus der Ferne so etwas zu empfehlen wäre auch nicht seriös. Nun ein paar Worte zum Weihrauch: Weihrauchöl ist tatsächlich ein wunderbares Mittel für viele Beschwerden. Allerdings enthält es NICHT die begehrte Boswelliasäure, die z. B.stark entzündungshemmenden Wirkungen haben soll. Diese geht im Destillationsprozess nicht ins ätherische Öl über. Wenn du also an Weihrauch denkst, dann schau dich nach fertigen Weihrauchkapseln um, die das Harz in Pulverform enthalten und auch einen möglichst hohen Anteil an Boswelliasäure enthalten. Ich hoffe das hilft dir weiter <3
      LG, Margareta

  • Margareta Ahrer

    Reply Reply 5. August 2018

    Hallo Lisa! Schön, dass du deinem Opa helfen willst. Ich weiss nicht ob ich dir hier weiterhelfen kann. Nur Ärzte dürfen (in Österreich) die innerliche Einnahme von ätherischen Ölen empfehlen; da würde ich mich auf Glatteis begeben. Und einfach so aus der Ferne so etwas zu empfehlen wäre auch nicht seriös. Nun ein paar Worte zum Weihrauch: Weihrauchöl ist tatsächlich ein wunderbares Mittel für viele Beschwerden. Allerdings enthält es NICHT die begehrte Boswelliasäure, die z. B.stark entzündungshemmenden Wirkungen haben soll. Diese geht im Destillationsprozess nicht ins ätherische Öl über. Wenn du also an Weihrauch denkst, dann schau dich nach fertigen Weihrauchkapseln um, die das Harz in Pulverform enthalten und auch einen möglichst hohen Anteil an Boswelliasäure enthalten. Ich hoffe das hilft dir weiter <3
    LG, Margareta

  • Daniel

    Reply Reply 30. September 2018

    Hallo Margareta,

    vielen Dank für diese ausführliche Recherche! Da ich noch relativ neu in der Szene bin, würde ich gerne deine Meinung zum Kauf von Ölen bei Internetapotheken erfahren! Speziell denke ich an diese Internetapotheke ( https://www.servusapotheke.at/internetapotheke ). Kann ich hier bedenkenlos einkaufen, ohne mir Sorgen um die Qualität der Öle machen zu müssen? Sie führen ja einige der großen Namen (zB Melasan) im Sortiment.

    Vielen Dank schonmal im Voraus und weiter so!!

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 30. September 2018

      Hallo Daniel, soweit ich das jetzt gesehen habe, bietet diese Internet-Apotheke ätherische Öle von Primavera an. Diese sind sehr zu empfehlen. Mehr über die Qualität von ätherischen Ölen und worauf du beim Kauf achten solltest findest du hier: https://www.aroma1x1.com/aetherische-oele-qualitaet/. Einige empfehlenswerte Öleanbieter findest du auch hier: https://www.aroma1x1.com/ressourcen/
      Ich hoffe, das hilft dir!
      LG, Margareta

  • Visi

    Reply Reply 2. Oktober 2018

    Hallo Margareta, ich habe mich sehr über deinen ausführlichen Bericht über ätherische Öle gefreut, den endlich weiss ich auch warum mein Händler die Gefahrenzeichen auf seinen Etiketten hat und es sind hervorragende Produkte. Wundern tue ich mich deshalb weil andere Firmen ätherische Öle verkaufen und diese dann eben nicht auf die Gefahrenquellen hinweisen. Vor allem deshalb weil Aromatherapeuten und Endverbraucher diese Produkte bei Tieren direkt als Massage in den Händen verrieben und ins Fell massieren. Ich habe gelernt das man ätherische Öle auf jeden Fall mit Basisölen mischen sollte, zumindest bei Menschen, wenn man es direkt auf der Haut auftragen möchte. Tiere sind doch viel empfindlicher und ausserdem schlecken Sie ihr Fell. Mich würde deine Meinung dazu interessieren.
    Zu welcher Kategorie gehören dann diese ätherische Öle, Medizinische bzw. Lebensmittel? Und was ist wenn diese ätherischen Öle an den Endverbraucher verkauft werden und der aufgrund der fehlenden Gefahrenstoffe und Wissen über die Wirkung ätherische Öle Schaden erleidet? Ich war immer der Meinung das diese Produkte wohl verdünnt sein müssten, wenn Sie direkt aufgetragen werden. Freue mich sehr auf Deine Antwort.

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 2. Oktober 2018

      Liebe Visi,
      wie ich schon im Artikel geschrieben habe, sagt die Art der Deklaration (Gebrauchsgegenstand, Lebensmittel, Kosmetikum) nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Und selbst das reinste und hochwertigste ätherische Öle ist und bleibt ein hochkonzentriertes Produkt, das unbedingt vor Gebrauch auf den Haut verdünnt werden muss! Leider gibt es immer viele Leute mit fragwürdiger “Ausbildung” oder schlichtweg Unkenntnis, die die pure Anwendung propagieren. Gerade bei der Anwendung bei Tieren gibt es noch wenige Erfahrungswerte. Ich bin da allerdings keine Expertin. Aber so können manche Tiere ätherische Öle nicht ausreichend verstoffwechseln und ausscheiden und dadurch regelrechte Vergiftungen erleiden. “Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen sind Teebaumöl und viele andere ätherische Öle (Thymian, Oregano und Zimtöle) für Katzen toxisch. Katzen können durch die fehlende Fähigkeit zur Glucuronidierung (Verstoffwechselung) diese Verbindungen nur sehr langsam ausscheiden. Die Inhaltsstoffe des Teebaumöls reichern sich im Körper der Katze an, es kommt zur Vergiftung.”(http://vetdiscount-tiershop.de/info/Teebaumoel/index.html). Wenn dich das Thema “Ätherische Öle für Hunde” interessiert – dieses Buch wurde mir sehr empfohlen: https://amzn.to/2QpAYsN
      Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.
      LG, Margareta

  • Daniela

    Reply Reply 3. Dezember 2018

    Liebe Margareta!

    Vielen Dank für deine ausführlichen Infos!
    Auch ich habe den Mund zu voll genommen und ließ mich (ohne mich ernsthaft zu erkundigen) auf eine Kennzeichnungsdiskussion ein (was ätherische Öle betrifft). Ich war tatsächlich dasvon überzeugt, dass die Kennzeichnung der Öle mit Gefahrenpiktograme etwas mit der Qualität des Öles zu tun hat.
    Dank deiner Seite bin ich jetzt um einiges informierter und muss mich bei meinen Gesprächspartner entschuldigen :)

    Ich werde deine Seite abonieren und weiter empfehlen.

    Vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Daniela

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 4. Dezember 2018

      Liebe Daniela,
      diese Gefahren-Piktogramme schauen ja auch wirklich zu fürchten aus, und es herrsch hier viel Verwirrung deshalb. Schön, wenn der Artikel hier hilft, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. :-) Weiterhin viel Freude mit deinen naturreinen Ölen <3

      Dufte Grüße, Margareta

  • Daniela

    Reply Reply 7. Dezember 2018

    Hallo,

    Erst Mal danke schön für diese ausführliche Erklärung. Ich habe leider in einem Monat viel Geld bei Doterra bezahlt. Ich bin immer sehr vorsichtig bei diesen Beratern und diese Manipulation. Ich weiß dass die Preise sehr hoch sind und das die oberen viel damit verdienen. Ich bin in der Apotheke auf diese Primavera Öle gestoßen. Doterra wirbt mit der Information dass man ihre Ölen in Kapseln einnehmen kann, also auch oral. Da merkt man dass die die Öle in Deutschland schlecht machen. Ich wollte dich auch fragen was du meinst. Ich möchte nicht weiter Unsummen an Geld zahlen für irgendwelchen die sich Bereichen.

    Mfg
    Daniela Stürzinger

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 8. Dezember 2018

      Liebe Daniela,
      Es gibt im deutschsprachigen Raum viele Anbieter von hochwertigen und 100% reinen ätherischen Öle. Da muss man nicht auf Ware von amerikanische Firmen zurückgreifen. Zur innerlichen Einnahme von ätherischen Ölen: Hier würde ich sehr vorsichtig sein – egal wie rein ein Öle sein mag – ätherische Öle sind und bleiben hochkonzentriert! Das muss bei der Anwendung/Dosierung beachtet werden – egal ob auf der Haut oder zur innerlichen Einnahme.
      Ich würde außerdem empfehlen, lieber einen Kräuteraufguss in Form eines Kräutertees zu sich zu nehmen, als ÄÖ pur einzunehmen. So ein Kräuteraufguss beinhaltet meist die Menge die man braucht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Man bedenke, welche große Mengen an Pflanzenmaterial nötig ist um nur wenige Tropfen ätherisches Öl zu produzieren. So würde z. B. 1 Tropfen Pfefferminze der Menge von ca. 30 Tassen Pfefferminztee entsprechen. Also bei mir wirkt meist schon die erste Tasse…:-)
      Auch den Hype um das tägliche Lemonöl in Wasser offenbart sich mir nicht. Ich gebe mir lieber frischen Zitronensaft in mein Morgenwasser – ganz nach Ayurvedischer Tradition – und da hab ich wenigstens noch Vitamin C drin (Vit C ist nicht im ÄÖ enthalten!). Ein Tropfen ÄÖ auf einen Liter Wasser geht ja noch – aber mehrere Tropfen auf ein Glas???? Ätherisches Öle verbindet sich bekanntermaßen ja nicht mit Wasser und schwimmt oben auf – das kann für die Magenschleimhaut auf Dauer nicht gutgehen :-O
      Aber jetzt wo du schon zugeschlagen hast, genieß deine Öle (gut verdünnt). Die Qualität ist ja gut bei DoTerra.
      Hier habe ich einige empfehlenswerte Anbieter von ätherischen Ölen aufgelistet: https://www.aroma1x1.com/ressourcen

      Dufte Grüße, Margareta

      Zur richtigen und sicheren Verdünnung von ätherischen Ölen, hier entlang: https://www.aroma1x1.com/aetherische-oele-verduennen

  • Steffi

    Reply Reply 16. Dezember 2018

    Vielen lieben Dank für deinen sehr ausführlichen Ratgeber 👍🏻

    Ich bin bisher kaum in Berührung gekommen und war letzte Woche spontaner Gast einer doTERRA Party und zu Beginn gefesselt und kauffreudig doch dann… nein, dieses Marketingstrategie missfällt mir.

    Jetzt habe ich hier seinen Bericht verschlungen und werde mich nach und nach eindecken mit Produkten inländischer Bio Unternehmen.

    Sollte ich nur Öle in meine Getränk geben die zwingend die Zulassung lebensmittelgeeignet haben?

    Dsnke!

    LG Steffi

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 17. Dezember 2018

      Hallo Steffi, schön, dass du auf meine Seite gefunden hast. Der inneren Einnahme von ätherischen Ölen stehe ich eher kritisch gegenüber. Tropfenweise zum Aromatisieren ist das ja ok. Z. B. 1 – 2 Tropfen auf einen Liter Wasser. Oder zum Aromatisieren von Speisen (wenige Tropfen genügen!). Der Praxis, die manche amerikanische MLM Firmen empfehlen, gleich mehrere Tropfen ÄÖ ins Trinkwasser zu geben (z.B. “Lemon”), kann ich nichts abgewinnen. Ätherische Öle lösen sich NICHT in Wasser. Bei größeren Mengen kann das die Schleimhäute böse reizen. Wieso nicht gleich Zitronensaft ins Wasser geben? Das enthält wenigstens Vitamin C (im ätherischen Zitronenöl nicht enthalten). Auch ein Pfefferminztee, Fencheltee, etc. tut doch schon seine Wirkung!
      Es gibt wohl von einigen Firmen ätherische Öle, die explizit als Lebensmittel zugelassen sind (Primavera > Vegaroma ; Taoasis > Baldine , etc.). Ich persönlich pfeif da auch schon mal drauf. Mir genügt, wenn ein ÄÖ naturrein und von Bio-Qualität ist. Ich plane für’s nächste Jahr einen ausführlichen Blogartikel zur inneren Einnahme von ätherischen Ölen – stay tuned – und abonniere meinen Newsletter: https://www.aroma1x1.com/newsletter-anmeldung/
      Alles Gute und dufte Grüße,
      Margareta

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