WARUM DU MIT ÄTHERISCHEN ÖLEN KEINE ERGEBNISSE SIEHST

warum du mit ätherischen ölen keine ergebisse siehst

Kennst du das auch?

Eine Freundin erzählt dir, dass sie auf ein neues “Wundermittel” gestoßen ist und neuerdings auf ätherische Öle schwört. Die wären ja für alles Mögliche gut!

Oder du stolperst auf Facebook, Instagram oder Pinterest auf eine Anleitung für dieses oder jenes Rezept mit ätherischen Ölen. Du probierst es aus … und es ist ein totaler Flop.

Leider erweisen sich sogenannte “Tipps” immer wieder als totaler Reinfall…

Woran liegt das?

  • Grund #1: Du verlässt dich auf Informationen und Tipps von FreundInnen und Bekannten.
  • Grund #2: Du suchst dir deine Informationen wahllos im Internet zusammen.
  • Grund #3: Du hast dir wohl ein Buch besorgt, überspringst aber den Anfang (das mit den Grundlagen).

Das Grundproblem bei allen dreien ist:

Dir fehlt das wichtigste Basiswissen, um gute und brauchbare Tipps oder Rezepte von lediglich “gut gemeinten” Ratschlägen zu unterscheiden.

Ohne die wichtigsten Grundlagen (die übrigens einfach zu erlernen sind) kannst du bei allem, was man dir erzählt, nicht die Spreu vom Weizen trennen und deine eigenen Entscheidungen treffen!

ätherische Öle Grundlagen Basiswissen


Grund #1: Du verlässt dich auf Informationen und Tipps von FreundInnen und Bekannten

Die guten Absichten deiner Freundin oder Bekannten in Ehren, aber hat sie wirklich Ahnung davon?

Das Lesen einer Verkaufsbroschüre oder ein Tagesseminar macht noch niemanden zu einer guten Aromaberaterin bzw. einer Aromaexpertin.

Wenn du folgende Aussagen bzw. Ratschläge hörst, dann sollten bei dir die Alarmglocken läuten:

  • “Die Öle wären Natur pur und hätten deshalb keine Nebenwirkungen.”
  • “Die Öle von dieser oder jener Firma wären ja so rein, dass du sie ruhig innerlich einnehmen kannst.”
  • “Wenn ein Öl auf der Haut brennt, dann wäre das ein gutes Zeichen, dass dein Körper ‘entgiftet’.”
  • “Ätherische Öle würden die positiven Schwingungen im Körper erhöhen.”
  • “Ätherische Öle würden sogar gegen Krebs wirken.”
  • “Gib dir jeden Tag mehrere Tropfen Zitronenöl in ein Glas Wasser, das entgiftet.”
  • Diese Liste könnte ich noch endlos fortsetzen… Mehr über solche Mythen erzähle ich dir hier (klick!).

Wenn dir jemand so etwas erzählt, dann lächle freundlich und wechsel das Thema!

Grund #2: Du suchst dir deine Informationen im Internet zusammen

Auf Facebook, Pinterest und Co. findest du zuhauf jede Menge Rezepte und Tipps rund um ätherische Öle. Leider kannst du nicht allen Informationen trauen. Das ist ein bisschen wie oben in Grund #1. Im Internet kann jeder alles schreiben!

Sind darüber hinaus die Rezepturen durchdacht und erprobt? Sind die ätherischen Öle ausreichend in einem geeigneten Träger verdünnt? Wer schreibt da überhaupt?

Manchmal such ich mir selbst z. B. auch Kochrezepte im Internet. Weil ich aber eine gute Köchin bin, kann ich schon am Rezept sehen, ob das was wird oder nicht, bzw. ich kann das Rezept dann für mich anpassen.

Und genauso ist es auch mit Rezepten mit ätherischen Ölen (ob Balsam, Salbe oder Creme).

Wenn du also die wichtigsten Grundbegriffe über ätherische Öle und die Herstellung von Mischungen verstanden hast, dann kannst du bald unterscheiden, ob ein Rezept brauchbar ist und ob die Information etwas taugt!

Grund #3: Du hast dir wohl ein Buch über ätherische Öle besorgt, überspringst aber den Anfang (das mit den Grundlagen)

Bravo – du bist total motiviert und hast dir ein gutes Buch über ätherische Öle zugelegt. Du willst dich sofort über die Rezepte hermachen und überspringst den ersten Teil über die Grundlagen. Ich kenne das nur zu gut!

Wenn du aber die wichtigsten Grundlagen verstanden hast, macht das Herstellen deiner eigenen Mischungen gleich noch viel mehr Spaß. Versprochen!

Mit einem Verständnis der wichtigsten Grundlagen weißt du, WARUM du etwas tust und WIE du es am besten tust. So kannst du auch bald deine Rezepte für dich abwandeln, so wie du es gerade brauchst!


DIE WICHTIGSTEN GRUNDLAGEN ÜBER ÄTHERISCHE ÖLE, DIE DU ALS ANFÄNGER UNBEDINGT WISSEN SOLLTEST

Was können ätherische Öle und was können sie nicht?

Was hat es eigentlich mit dem neuen “Hype” um ätherische Öle auf sich? Sind ätherische Öle ein neues Wundermittel?

Nun, aromatische Pflanzen werden seit Menschengedenken für Gesundheit und Wohlbefinden verwendet. In 100%ig konzentrierter Form, so wie wir sie heutzutage in den kleinen, bunten Fläschchen bekommen, sind sie allerdings noch relativ neu.

Diese Essenzen erfreuen uns durch ihren Duft, unterstützen uns bei diversen psychischen und körperlichen Wehwehchen, werden in Körperpflegeprodukte eingearbeitet und sogar therapeutisch gegen Schmerzen und Infektionen eingesetzt.

Die Aromatherapie gilt als Teil der Phytotherapie (= Pflanzenheilkunde), und ätherische Öle werden immer öfters ergänzend zu anderen Therapien eingesetzt. Ein Wundermittel gegen alle Leiden sind sie allerdings nicht!

Auch können ätherische Öle, wie anderen pflanzliche Mittel auch, Nebenwirkungen haben, wenn sie nicht sachgemäß angewendet werden. Das gilt für ätherische Öle umso mehr, da sie ja hochkonzentriert sind!

Ätherische Öle sollen auch niemals den Rat und die Therapieempfehlungen eines Arztes ersetzen!

Was sind ätherische Öle eigentlich?

Ätherische Öle sind duftende und stark flüchtige Pflanzenessenzen, die vorwiegend durch Wasser- oder Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Ätherische Öle aus Zitrusfrüchten werden auch durch Auspressung der Schalen gewonnen.

Sie sind oft sehr komplex zusammengesetzt (manchmal mehr als 100 Bestandteile). Der Grundbaustein von vielen ätherischen Ölen sind Isoprene.

Zur Gewinnung von wenigen Millilitern sind große Mengen an Pflanzenmaterial nötig. Es ist wichtig zu verstehen, dass ätherische Öle – wie wir sie in unseren kleinen bunten Fläschchen kennen – deshalb hochkonzentriert sind und vor Gebrauch wieder auf eine mehr oder weniger natürliche Konzentration zurückverdünnt werden müssen!

Wie unterscheiden sich ätherische Öle überhaupt von fetten Ölen?

Wenn wir “Öl” hören, dann denken wir meist an “fette” Öle. Damit sind Pflanzenöle wie Sonnenblumen- oder Olivenöl gemeint. Fette Öle unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkung grundsätzlich von ätherischen Ölen.

Fette Pflanzenöle werden aus Samen, Nüssen oder Früchten gepresst. Sie dienen diesen Pflanzen als Energiereserven und sind hauptsächlich aus Triglyceriden aufgebaut.

“Öl” ist quasi eine Sammelbezeichnung für Flüssigkeiten, die sich nicht mit Wasser mischen. Ein Öl muss also nicht unbedingt auch ein Fett sein! Verwirrend, ich weiß!

Aber während du fette Pflanzenöl direkt auf die Haut zur Pflege auftragen kannst, musst du ätherische Öle dagegen erst verdünnen – z. B. in fetten Ölen. ;-)


Wenn du jetzt neugierig geworden bist und weiter in die Welt der ätherischen Öle eintauchen willst, dann besorge dir doch ein gutes Buch (→ Empfehlungen) oder besuche ein Basisseminar (→ Empfehlungen).

Die wichtigsten Grundlagen kannst du relativ leicht und schnell erlernen! Fang einfach an! :-)

So schaffst du die Basis, deine ätherischen Öle richtig und effektiv zu nutzen und endlich gute und zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen!


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Und du so? Was sind deine besten Quellen für Infos zur Aromatherapie? Hast du vielleicht einen Buchtipp für uns?

Dufte Gruesse, Margareta Ahrer

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5 Kommentare

  • Ute

    Reply Reply 1. Oktober 2020

    Ich freue mich immer wieder so gute, fundierte Beiträge zu lesen. Danke dafür.

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 1. Oktober 2020

      Danke Ute, deine Rückmeldung freut mich! Ich hoffe, der Artikel regt Interessierten, genauer und kritischer zu hinterfragen, was sie hören oder lesen. Es kursiert leider viel Humbug, auch im Bereich der ätherischen Öle. :-D Liebe Grüße! Margareta

  • Julia

    Reply Reply 1. Oktober 2020

    Liebe Margareta, vielen Dank für deinen Beitrag. Ich finde auch, dass manche Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Ich hab aber jetzt eine Frage bzgl. des Punktes mit Zitrone im Wasser. Was spricht da aus deiner Sicht dagegen? Vielen Dank und liebe Grüße, Julia

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 1. Oktober 2020

      Liebe Julia, danke für diese gute Frage! Es geht darum, dass immer wieder empfohlen wird, Zitronenöl zur Entgiftung einzunehmen – dabei gleich mehrere Tropfen in einem Glas Wasser. Nun ist nichts gegen die Aromatisierung von Speisen und Getränken einzuwenden, wenn es sich um gelegentlich ein Tröpfchen hier und da geht. Allerdings ist es keine gute Idee, täglich mehrere Tropfen in Wasser einzunehmen. Ätherische Öle lösen sich nicht in Wasser, schwimmen oben auf und könnten so die Schleimhäute reizen (auch die Magenschleimhaut), desweitern ist in Zitronenöl auch kein Vitamin-C, Mineralien oder Spurenelemente vorhanden, wie immer wieder behauptet wird. Ätherische Öle müssen auch in der Leber verstoffwechselt werden. Ein zu große Menge belastet also die Leber eher, als dass sie bei der Entgiftung unterstützt. Wer sich wirklich etwas Gutes tun will, der soll sich also liebe Zitronenwasser mit einem Spritzer Zitronensaft machen (ich trinke das jeden Morgen).
      Aber ab und zu gebe ich auch EINEN Tropfen Zitrusöl in 1 Liter (!) Sprudelwasser. 1 Tropfen auf 1 Liter reicht! Im Sprudelwasser verteilt sich das Öl ein bisschen besser. In stillem Wasser würde der Topfen oben in der Flasche schwimmen und ist dann – schwupps – im ersten Glas.
      Wenn dich das Thema “innere Einnahme von ätherischen Ölen” interessiert, dann kannst du hier weiterlesen: https://www.aroma1x1.com/aetherische-oele-innerlich-einnehmen/
      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Liebe Grüße! Margareta

      • Julia

        Reply Reply 3. Oktober 2020

        Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Liebe Grüße, Julia

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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