DIE BESTEN ÄTHERISCHEN ÖLE GEGEN FIEBERBLASEN – MIT REZEPTEN ZUM SELBERMACHEN

ätherische Öle gegen Fieberblasen

Na super – eine Fieberblase kündigt sich an! Meistens natürlich dann, wenn wir sie am allerwenigsten gebrauchen können.

Wenn du schon allerlei ausprobiert hast und nach natürlichen Alternativen zur Behandlung der unangenehmen und auch unschönen “Gesichtsverzierungen” suchst, dann bist du hier richtig!

Ich zeige dir hier, wie du verschiedene ätherische Öle bei Fieberblasen richtig einsetzen kannst, damit diese idealerweise erst gar nicht zu “blühen” beginnen, bzw. sie schneller wieder abheilen.

Natürlich gibt es auch wieder einige Rezepte zum Selbermachen!

ätherische Öle gegen Fieberblasen

Ein Teil der Bevölkerung leidet immer wieder an Fieberblasen. Fieberblasen (auch Lippenherpes genannt) werden durch Viren (Herpes-simplex-Viren) verursacht. Einmal infiziert, schlummern die Viren zeitlebens versteckt im Körper. Bei einem geschwächten Immunsystem (z. B. durch Stress) können sie wieder “aufwachen” und Fieberblasen verursachen.

Aber nun zu unseren duftenden Helfern, den ätherischen Ölen.

Wusstest du, dass manche Pflanzen duftende ätherische Öle unter anderem deshalb produzieren, um sich vor Bakterien, Pilzen und auch VIREN zu schützen? Diese “antibakteriellen”, “antimykotischen” und “antiviralen” Eigenschaften der Pflanzen nutzen Menschen schon seit Urzeiten – indem sie z. B. Kräuter mit der Nahrung oder als Heilmittel zu sich nehmen oder sie z. B. zu Salben verarbeitet auf die Haut auftragen.

In konzentrierter Form bekommst du heute ätherische Öle im Handel in den uns bekannten kleinen, bunten Fläschchen. Ätherische Öle werden aus aromatischen Pflanzen (Blätter, Blüten, Samen, Hölzer, etc.) vor allem durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Zur Gewinnung eines kleinen Fläschchens werden dazu große Mengen an Pflanzenmaterial benötigt.

Deshalb sind ätherische Öle immer hochkonzentriert und müssen mit Sinn und Verstand eingesetzt werden!

Normalerweise stelle ich auf meinem Blog nur Anwendungen mit Einsatzkonzentrationen von 0,5 – 3% vor. Ausnahmsweise wirst du in den heutigen Rezepten und Tipps höhere Konzentrationen und teilweise sogar einige unverdünnte Anwendungsempfehlungen vorfinden. Unter den jeweiligen Empfehlungen erkläre ich auch warum.

DIE BESTEN ÄTHERISCHEN ÖLE GEGEN FIEBERBLASEN:

Folgende ätherische Öle wirken stark antiviral und haben sich bei Fieberblasen bewährt:

  • Ravintsara (Cinnamomum camphora Ct. Cineol) +++
  • Melisse (Melissa officinalis) ++
  • Melissenhydrolat ++
  • Niaouli (Melaleuca viridiflora) ++
  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia) +

Ravintsara (Cinnamomum camphora Ct. Cineol)

Ravintsara bedeutet in seiner Heimat Madagaskar “gutes Blatt” und gilt dort als Allheilmittel. Es ist eines der am stärksten antiviral wirkenden ätherischen Öle, die uns in der Aromapflege zur Verfügung stehen. Es hat einen eukalyptus-ähnlichen Duft und ist ein fixer Bestandteil meiner Haus- und Reiseapotheke. Es tut vor allem in der Erkältungszeit wegen seiner antiviralen, antibakteriellen, immunstärkenden, schleimlösenden und auswurffördernen Wirkungen gute Dienste.

Melisse (Melissa officinalis)

Die Zitronenmelisse ist uns ja als Herztrösterin und Nervenstärkerin bekannt. Wer würde aber ahnen, dass das fein zitronig duftende ätherische Öl eine so ausgesprochen starke viren-bekämpfende Wirkung hat? Echtes Melissenöl ist leider sehr teuer. Deshalb wird es auch als 10 – 30%ige Vorverdünnung in Jojoba- oder Mandelöl angeboten, damit es preislich erschwinglicher ist. Melissenöl nicht unverdünnt verwenden! Nicht mit der viel günstigeren indischen Melisse (Melissa indicum) verwechseln, die eine andere Wirkung hat!

Eine wirksame und preiswerte Alternative zu Melissenöl ist auch das Melissenhydrolat (Melissenwasser), das ein “Nebenprodukt” bei der Wasserdampfdestillation ist.

Niaouli (Melaleuca viridiflora)

Ein “e” fehlt noch, dann hätten wir alle Vokale zusammen. Aber sonst hat Niaouli alle Tassen im Schrank und ist ein vielseitiges Mittel. :-) Besonders bei Erkältungskrankheiten und Entzündungen ist Niaouli ein geschätztes Mittel. Sein Duft erinnert wie Ravintsara auch etwas an Eukalyptus. Niaouliöl ist sehr hautfreundlich und kann – wie der echte Lavendel – punktuell ausnahmsweise auch mal unverdünnt auf der Haut angewendet werden.

Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Das gute alte und vielseitige Lavendelöl kann zwar mit den obigen Ölen bezüglich seiner antiviralen Wirkung nicht ganz mithalten. Dafür ist es besonders sanft zur Haut, und viele haben es ohnehin schon in der Hausapotheke. Meine Schwester schwört jedenfalls auf Lavendel gegen Fieberblasen!

Bitte verwende nur hochwertige 100% naturreine ätherische Öle. Wie du beim Kauf deiner ätherischen Ölen beste Qualität erkennst, erkläre ich dir hier (klick!). Wie du ätherische Öle richtig und sicher verdünnst, erkläre ich dir hier (klick!).

WENN SICH FIEBERBLASEN ANKÜNDIGEN

Wenn sich eine Fieberblase durch leichtes Kribbeln, Jucken und Spannungsgefühl ankündigt, heißt es schnell handeln.

1. Lavendelöl:

Als Erste-Hilfe-Maßnahme kannst du Lavendelöl (Lavandula angustifolia) und auch Niaouliöl (Melaleuca viridiflora) mit einem Wattestäbchen ausnahmsweise pur auf die betroffene Stelle punktuell auftragen. Das hält die Herpesviren etwas in Schach, und die Bildung von Bläschen kann oft abgeschwächt oder manchmal sogar verhindert werden. Die beste Chance hast du, wenn du das sofort bei den ersten Anzeichen machst!
Achtung: Ätherische Öle sollten normalerweise nicht unverdünnt auf der Haut angewendet werden. Weil es sich hierbei aber um eine kurzzeitige, punktuelle Anwendung handelt und Lavendel- und Niaouliöl im Allgemeinen sehr gut verträglich sind, kann im Akutfall hier eine Ausnahme gemacht werden.

2. Melissenöl oder Melissenhydrolat:

Als sehr sanfte Erste-Hilfe-Maßnahme kannst du beim ersten Kribbeln das stark antiviral wirkende Melissenhydrolat auf die betroffenen Stellen aufsprühen oder Melissenöl 10%ig vorverdünnt mit einem Wattestäbchen auftragen. Am besten mehrmals am Tag wiederholen.

3. Fieberblasen-Akut-Balsam:

Wenn du öfters Fieberblasen hast, lohnt es sich, einen Akut-Balsam mit antiviral wirkenden ätherischen Ölen parat zu haben. Denn ätherische Öle sollten am besten immer verdünnt angewendet werden. Diesen Balsam kannst du dann schon bei den ersten Anzeichen einer herannahenden Fieberblase auftragen. Hier ist das Rezept:


REZEPT: FIEBERBLASEN AKUT-BALSAM 30 ml


Das brauchst du:

So geht’s:

  1. Das Bienenwachs im Olivenöl im Wasserbad aufschmelzen.
  2. Vom Feuer nehmen und die ätherischen Öle einrühren.
  3. In saubere Tiegelchen einfüllen.
  4. Bei offenem Deckel auskühlen und fest werden lassen.

Anwendung:

Beim ersten Kribbeln mehrmals täglich auf die betroffene Stelle (am besten mit einem Wattestäbchen) auftragen.

Anmerkung: Normalerweise empfehle ich ätherische Öle nur in Konzentrationen bis maximal 3% zu verwenden. Dagegen ist diese Mischung mit einem Anteil von fast 10% ätherischen Ölen relativ hochdosiert. Weil es sich hier aber um eine kurzzeitige und punktuelle Akut-Anwendung mit im Allgemeinen gut hautverträglichen Ölen handelt, kann ich das in diesem Fall vertreten.

Und hier noch einmal Schritt-für-Schritt in Bildern:

Fieberblasen Balsam selbermachen Zutaten

Das brauchst du: Olivenöl, Bienenwachs, Lavendelöl, Ravintsaraöl, Tiegel, Waage

Fieberblasen Balsam selbermachen Schmelze

Das Bienenwachs wird (im Wasserbad) im Trägeröl aufgeschmolzen.

Fieberblasen Balsam selbermachen ätherische Öle

Die Schmelze vom Feuer nehmen und die ätherischen Öle dazugeben.

Fieberblasen Balsam selbermachen abfüllen

In saubere Tiegel abfüllen.

Fieberblasen Akutbalsam mit ätherischen Ölen selbermachen

Bei offenem Deckel abkühlen und aushärten lassen.

WENN FIEBERBLASEN SCHON “BLÜHEN”

Wenn sich die Bläschen schon gebildet haben, kannst du Lavendelöl (Lavendula angustifolia) mit einem Wattestäbchen pur auftragen. Das hilft einerseits gegen den Juckreiz und andererseits auch, dass die Bläschen schneller abtrocknen und abheilen.

Lavendelöl gegen Fieberblasen

Achtung: Ätherische Öle sollten normalerweise nicht unverdünnt auf der Haut angewendet werden. Weil es sich hierbei aber um eine kurzzeitige, punktuelle Anwendung handelt und Lavendelöl im Allgemeinen sehr gut verträglich ist, kann im Akutfall hier eine Ausnahme gemacht werden.

VORBEUGUNG GEGEN FIEBERBLASEN

Last but not least habe ich hier noch ein Rezept für einen wunderbar pflegenden Lippenpflege-Stift mit Bienenwachs, Kakaobutter und viren-feindlichen ätherischen Ölen zur Vorbeugung.


REZEPT: LIPPENPFLEGE-STIFTE GEGEN FIEBERBLASEN


Lippenpflegestift gegen Lippenherpes selbermachen

Das brauchst du:

So geht’s:

  1. Alle Zutaten abwiegen.
  2. Im Wasserbad Bienenwachs und Kakaobutter im Olivenöl bei ca. 60 °C langsam schmelzen.
  3. Inzwischen die Stifte vorbereiten: In eine flache Schale mit etwas Eiswasser stellen.
  4. Die Schmelze vom Feuer nehmen und das ätherische Öl dazurühren.
  5. Einige Tropfen der Schmelze in die vorbereiteten Hülsen gießen und erstarren lassen, um den Boden zu versiegeln.
    Hülsen auffüllen.
  6. Im Kühlschrank fest werden lassen. Es kann dann noch einige Tage dauern, bis die Stifte vollständig ausgehärtet sind.

Und hier noch einmal Schritt-für-Schritt in Bildern:

Lippenpflegestift gegen Fieberblasen Lippenpflegestift Zutaten

Das brauchst du: Bienenwachs, Kakaobutter, Mandelöl, ätherische Öle, Stifthülsen, Waage, Wasserbad.

Im Wasserbad das Bienenwachs und die Kakaobutter mit dem Mandelöl aufschmelzen.

Während Kakaobutter und Bienenwachs schmelzen, kannst du die leeren Stifthülsen vorbereiten.

Schmelze vom Herd nehmen und die ätherischen Öle unterrühren.

Den Boden der Hülsen mit einigen Tropfen der Schmelze versiegeln. Am besten geht das, wenn du den Boden mit Eiswasser kühlst.

Die Formen auffüllen.

Einige Tage aushärten lassen.

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Damit wünsche ich dir wie immer, viel Freude beim Ausprobieren der Rezepte!

Dufte Grüsse, Margareta

2 Kommentare

  • Verena

    Reply Reply 1. September 2019

    Hallo Margarete,

    ich habe leider sehr oft Herpes, doch Gott sei dank nie im Gesicht. Meine Waffe dagegen ist Teebaumöl und zwar pur! Warum hast du das nicht aufgeführt, das ist doch auch Antivirusprogramm?

    LG Verena

    • Margareta Ahrer

      Reply Reply 2. September 2019

      Liebe Verena,
      du hast recht, eigentlich sollte Teebaum auch in der Liste sein. Der Grund, warum ich Teebaum oft nicht erwähne ist, weil dies möglichst frisch (6 – 9 Monate nach Öffnung) angewendet werden soll (weil es relativ schnell oxidiert). Deshalb empfehle ich meist lieber Lavendelöl.
      Aber danke für einen Tipp!
      LG, Margareta

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