DIE 6 BESTEN ÄTHERISCHEN ÖLE FÜR DEINE HAUSAPOTHEKE

Ätherische Öle Hausapotheke

Ätherische Öle sind eine wertvolle Ergänzung für jede Hausapotheke. Schon mit einigen wenigen Ölen kann ein sehr breites Spektrum an alltäglichen Beschwerden abgedeckt werden.

  1. Lavendel fein
  2. Teebaum
  3. Pfefferminze
  4. Cajeput
  5. Zitrone
  6. Immortelle

Die folgenden Anwendungsempfehlungen sind – falls nicht anderes gekennzeichnet – für Erwachsene gedacht.

Ätherische Öle Hausapotheke

1. Lavendelöl –
das „Allround-Öl“

Als Universalheilmittel gehört Lavendel (Lavandula angustifolia) in jede Hausapotheke – es wirkt beruhigend auf Haut und Psyche, wirkt lindernd bei Schmerzen und Krämpfen und hilft bei Wunden aller Art.

ätherische Öle für die Hausapotheke - Lavendel

Es ist besonders mild und kann, als eines der wenigen Öle, für Erste-Hilfe-Maßnahmen auch mal tropfenweise pur auf der Haut angewendet werden. Deshalb ist es auch für Kinder bestens geeignet.

Als Allround-Öl ist der „echte Lavendel“ am besten geeignet. Dieses Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten und Kraut von Lavandula angustifolia (auch Lavandula vera bzw. officinalis) gewonnen.

Es gibt folgende Qualitäten: „Lavendel fein“ stammt aus Anbaugebieten bis 800 m Meereshöhe. Der wilde Berglavendel „Lavendel extra“ wird aus Wildsammlung von 800 bis 1.200 m Meereshöhe gewonnen. Je höher die Anbauregion, desto hochwertiger die Qualität.

Wilder Lavendel in Kroatien Bild Margareta Ahrer

Wilder Lavendel auf der Insel Hvar in Kroatien, Bild: Margareta Ahrer

Nicht zu verwechseln ist der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) mit den ätherischen Ölen anderer Lavendelarten, wie Speiklavendel (Lavandula latifolia), Schopflavendel (Lavandula stoechas) oder Lavandin (Lavandula x intermedia). Diese ähneln sich wohl in einigen Wirkweisen, weisen aber nicht das gleiche breite Wirkspektrum auf, wie der echte Lavendel.

Wegen seiner ausgewogenen Zusammensetzung hat Lavendel ein sehr breites Wirkspektrum und kann bei vielerlei kleineren Beschwerden eingesetzt werden. Für einige Wehwehchen mögen andere ätherische Öle wohl noch besser geeignet sein. Aber Lavendelöl haben die meisten eben daheim – und hoffentlich immer zur Hand. ;-) Deshalb habe ich neben den Anwendungs-Tipps die noch besseren Alternativen erwähnt!

So wirkt echter Lavendel:

Körperlich: bekämpft Bakterien, Viren und Pilze, stärkt das Immunsystem, wirkt fiebersenkend, wundheilend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, krampflösend, durchblutungsfördernd, blutdruckregulierend, schlaffördernd, insektenabweisend.

Psychisch: ausgleichend, beruhigend, aufbauend, angstlösend und antidepressiv, bei Erschöpfungen, anregend und erfrischend.

Wundheilend und desinfizierend:

  • Als Erste Hilfe bei kleineren Verbrennungen, Schürfwunden, Kratzern und Blaue Flecken: Einige Tropfen Lavendel fein pur auftragen.
  • Bei Sonnenbrand: 5 – 10 Tropfen Lavendel fein mit 1 Esslöffel Joghurt oder Trägeröl (am besten Johanniskrautmazerat) mischen und sanft auf den Sonnenbrand streichen.

Schmerzstillend:

  • Kopfschmerzen: Einen Tropfen sanft in die Schläfen massieren. Auch gut in Kombination mit Pfefferminzöl (siehe Pfefferminzöl weiter unten).
  • Zahnschmerzen: Einen Tropfen mit einem Wattestäbchen direkt auf den Zahn auftragen. Noch besser wirkt z. B. Nelkenöl (nur für Erwachsene).
  • Muskelschmerzen: 1 – 3 Tropfen mit 1 TL Trägeröl mischen und damit einreiben. Wirkt noch besser in Kombination mit Pfefferminzöl oder Cajeputöl.
  • Ohrenschmerzen: Einen Tropfen auf einen kleinen Wattebausch geben und in die Ohren stecken. Wirkt noch besser in Kombination mit Cajeput (siehe Cajeput weiter unten). Bitte tropfe ätherische Öle NIEMALS pur ins Ohr!
  • Verstauchungen, Zerrungen, Prellung:
    Akut: 5 Tropfen in 1 Teelöffel Trägeröl (am besten Johanniskrautmazerat) – und sanft auftragen.
    Nachbehandlung: Für die Nachbehandlung kannst du die Tropfenmenge halbieren.
    Für einen kühlenden Umschlag 10 Tropfen Lavendelöl in einem TL Salz verreiben und in einem halben Liter kalten Wasser lösen. Baumwolltuch darin eintauchen, auswringen und um die betroffene Stelle wickeln.
    Lavendelöl wirkt hier noch besser in Kombination mit Pfefferminze, Cajeput und Immortelle!

Krampflösend:

  • Bei nervösen Magen-Darm-Verstimmungen: 1 – 3 Tropfen in 1 TL Trägeröl mischen, sanft kreisförmig (im Uhrzeigersinn) über Magen und Bauch streichen.

Sanft schleimlösend:

  • Bei Erkältungen: 1 – 3 Tropfen Lavendel fein in 1 TL Trägeröl mischen und auf den Brustkorb auftragen. Bessere Alternativen bei Erkältungen wären Schopflavendel, Cajeput oder Pfefferminze (nicht bei Kleinkindern!).

Insektenschutz:

  • Dieser Mückenspray hält Stichmücken fern: 20 – 30 Tropfen in 100 ml Wodka geben und in eine Sprühflasche füllen. Vor Gebrauch immer kräftig schütteln, da sich ätherische Öle nur teilweise im Wodka lösen. Wirkt noch besser in Kombination mit anderen insektenabweisenden Ölen wie Lemongras, Citronella, Rosengeranie und Palmarosa, Pfefferminzöl (nicht bei Kleinkindern).
  • Es ist gleichzeitig eines der besten Mittel gegen Juckreiz nach Insektenstichen: einen Tropfen Öl pur auf die Stiche streichen

Beruhigend und antidepressiv:

Als sanftes Schlafmittel, bei Angstzuständen und Depression. Anwendung in der Duftlampe, als Bad oder Einreibung. Niedrige Dosierungen wirken beruhigend, dagegen wirkt starker Lavendelduft wiederum anregend.

Bei Schlaflosigkeit: 1 Tropfen auf ein Taschentuch tropfen und neben das Kopfkissen legen.

Mit sehr ähnlichen Hauptinhaltsstoffen ist die Bergamotteminze (auch Zitronenminze genannt) eine Alternative zu Lavendel – für Leute, die Lavendelduft nicht so gern mögen. Seinen sanften, blumig-minzigen Duft mögen auch Kinder gern.

Lavendel mischt sich auch gut mit allen anderen der empfohlenen Öle: Zitrone, Teebaum, Pfefferminze, Immortelle, Cajeput

Sichere Anwendung:

 

Ätherisches Lavendelöl ist eines der wenigen Öle, die für Erste-Hilfe-Maßnahmen tropfenweise auch pur auf die Haut aufgetragen werden können.

Allerdings darf es nicht, wie alle anderen ätherischen Öle auch, in die Augen oder Ohren gebracht werden. Allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Lavendelöl eignet sich nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern.

Bei äußerer Anwendung bei Säuglingen sollten nur geringste Konzentrationen (<0,5%) eingesetzt werden.

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2. Teebaumöl –
“natürliches Breitband-Antiseptikum”

Teebaum (Melaleuca alternifolia) gehört – ebenfalls aufgrund seiner Vielseitigkeit – unbedingt in die ätherische Hausapotheke.

ätherische Öle für die Hausapotheke

Teebaumöl wird aus den Blättern und Zweigen eines australischen Baumes durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

In Australien wurde Teebaum seit Jahrhunderten für vielfältigste Beschwerden verwendet. Die Aborigines kauen die Blätter und machen ein Wasserauszug zur Behandlung von Erkältungskrankheiten und Kopfschmerzen.

Die besonders eindrucksvolle bakterien-, viren- und pilz-abtötende Wirkung (antiseptisch) von Teebaumöl hat es im Zweiten Weltkrieg berühmt gemacht, als es im Notfallgepäck eines jeden australischen Soldaten zu finden war.

Der eigentümliche, scharf, frisch, würzige Duft kann anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Vermischt mit Lavendelöl kann der Duft verbessert werden.

So wirkt Teebaumöl:

Körperlich: stark bakterien-, viren- und pilz-abtötend, entzündungshemmend, abwehrsteigernd, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, hautregenerierend, juckreizstillend (vor allem bei Insektenstichen)

Psychisch: stabilisierend, vitalisierend

Antibakteriell und wundheilend:

Teebaumöl ist aufgrund seiner antibakteriellen, wundheilenden und schmerzstillenden Wirkung sehr hilfreich bei Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Bei kleineren Schnittwunden, Hautaufschürfungen, Prellungen, blauen Flecken und Insektenstichen kann man zur Erstversorgung 1 – 2 Tropfen Teebaum pur auf die betroffene Stelle tropfen.
  • Bei schlecht heilenden Wunden: 1 – 2 Tropfen Teebaumöl mit 1 Teelöffel Trägeröl (Ringelblumenmazerat oder Johanneskrautmazerat) mischen und täglich dünn auftragen.
  • Akne: Zum Beispiel als Gesichtsmaske: 1 EL Heilerde mit etwas Wasser und 1 Tropfen Teebaumöl zu einer Paste verrühren. Dünn auf das Gesicht aufstreichen und nach ca. 10 Minuten abwaschen. Teebaum-Aloe Gesichtsgel: 45 ml Aloe-Vera Gel, 5 ml Jojobaöl und 10 Tropfen Teebaumöl gut vermischen und in ein Fläschchen mit Kippverschluss geben.

Antiseptisch, schleimlösend:

In Erkältungsmischungen (z. B. mit Cajeput und Zitrone) wirkt Teebaumöl durch seine stark antiseptischen, schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Mandelentzündung: Gurgellösung: 1 Tropfen Teebaumöl in 1 TL Salz verreiben und in einem Glas Wasser auflösen. Mehrmals täglich gurgeln. Wirkt auch sehr gut in Kombination mit anderen Ölen, wie Zitrone, Lavendel oder Cajeput.

Pilz-abtötende Wirkung:

  • Teebaumöl hilft bei chronischen Scheidenpilz-Infektionen (Candida albicans), und noch besser in Kombination mit anderen pilz-abtötenden ätherischen Ölen, wie Lavendel fein oder Palmarosa:
    1 TL Trägeröl mit 2 Tropfen Teebaum, 2 Tropfen Lavendel fein und 1 Tropfen Palmarosa mischen, auf ein kleines Tampon streichen und in die Scheide einführen. Dreimal täglich erneuern.
    Zur Vorbeugung einige Tropfen Teebaumöl auf die Slipeinlage tropfen.
  • Bei Fußpilz die Füße und Zehen mit Teebaumöl einreiben: 10 Tropfen in 1 TL Trägeröl

Sichere Anwendung:

 

Teebaum ist gut verträglich und ist eines der wenigen ätherischen Öle, das bei akuten  Fällen auch tropfenweise pur auf der Haut angewendet werden kann.

Bei empfindlicher Haut aber am besten mit  etwas Trägeröl mischen.

Bei Teebaumöl ist wichtig auf beste Qualität und auf das Haltbarkeitsdatum zu achten. Auf der Haut darf es nur etwa 9 Monate nach Öffnung des Fläschchens verwendet werden, da es an der Luft oxidiert und dann zu Hautreizungen führen kann.
Danach kann es immer noch zur Desinfektion von Haushaltsflächen verwendet werden.

Teebaumöl eignet sich nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern. Bei äußerer Anwendung bei Säuglingen sollten nur geringste Konzentrationen (<0,5%) eingesetzt.

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3. Pfefferminzöl –
das “Kopfschmerz und Verdauungsöl”

Das ätherische Öle der Pfefferminze (Mentha piperita) ist, wie Lavendel, ein sehr vielseitiges Öl und darf in keiner Hausapotheke fehlen. ätherische Öle für die Hausapotheke - Pfefferminzöl

Es ist ein schnell wirksames Mittel in akuten Fällen und hilft bei Schwindel, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schock und Schwäche.
Vor allem ist es auch ein ausgezeichnetes Mittel bei Verdauungsbeschwerden wie Koliken, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Erfahrungen haben gezeigt, das Pfefferminzöl hochwirksam bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen ist. So wurde in einer Studie belegt, dass eine 10%ige Lösung vergleichbare oder schnellere Wirkung bei Kopfschmerzen zeigte, als 1000 mg Paracetamol.

So wirkt Pfefferminzöl:

Körperlich: bekämpft Bakterien, Viren und Pilze, entzündungshemmend, abwehrsteigernd, entkrampfend, entblähend, verdauungsfördernd, entgiftend, reinigend, zellerneuernd, schmerzstillend, durchblutungsfördernd, fiebersendend, schweißtreibend, erwärmend und kühlend

Psychisch: erfrischend und klärend, konzentrationsfördernd

Schmerzlindernd und durchblutungsfördernd:

Spannungskopfschmerzen: 5 – 10%ige* Verdünnung auf die Schläfen und im Nacken auftragen: 5 – 10 Tropfen Pfefferminzöl mit 10 ml Trägeröl mischen. Vorsicht: Nicht in die Nähe der Augen bringen!

Noch besser ist es, Pfefferminze mit Lavendel fein zu mischen: 5 Tropfen Pfefferminzöl + 5 Tropfen Lavendel fein + 10 ml Jojobaöl. Du kannst diese Mischung in ein Roll-on Fläschchen füllen. Das ist auch super-praktisch für Unterwegs!

*Normalerweise empfehle ich Laien ätherische Öle maximal 1 – 3%ig verdünnt zu verwenden. Hier habe ich ausnahmsweise eine höhere Konzentration gewählt – denn in diesem Fall wird die Mischung nur punktuell und in winzigen Mengen aufgetragen. Außerdem handelt es sich hier um eine Akut”behandlung”.

Muskelverspannungen und Muskelkater: 1 – 2 Tropfen Pfefferminzöl in einen Esslöffel Trägeröl lösen und auf die schmerzenden Muskeln einreiben.

Krampflösend und Verdauungsanregend:

  • Übelkeit und Erbrechen, auch bei Schwangerschaftsübelkeit und Reise- und Seekrankheit: 1 – 2 Tropfen Pfefferminzöl auf ein Taschentuch geben und den Duft inhalieren.
  • Blähungen, Verdauungsstörungen, Reizdarm: 1 – 2 Tropfen Pfefferminzöl in 1 Teelöffel Trägeröl lösen und sanft in kreisförmigen Bewegungen (im Uhrzeigersinn) über Magen und Bauch einmassieren. Und natürlich: Pfefferminztee trinken. Wirkt auch sehr gut in Kombination mit Lavendelöl.
  • Stimulierend, kräftigend:
    Bei Schwindel, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schock und Schwäche: Einige Tropfen Pfefferminzöl auf ein Taschentuch als trockene Inhalation können oft schnell Abhilfe schaffen.

Antiinfektiös (bekämpft Bakterien, Vieren und Pilze):

  • Herpes: 1 Tropfen, bei beginnender Herpesinfektion direkt auf die Stelle auftragen. Noch besser wirkt übrigens Melissenhydrolat!
  • Raumluftdesinfektion: 3 – 5 Tropfen in den Aromadiffuser oder Aromaduftlampe

Schleimlösend und abwehrsteigernd:

  • Bei Erkältungen, Bronchitis, Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung: Auf den Brustkorb auftragen (2 – 3 Tropfen in 1 Teelöffel Trägeröl). NICHT BEI KLEINKINDERN!!! Wirkt auch sehr gut in Kombination mit Teebaum und Cajeput.

Wundheilend und entzündunghemmend und entstauend:

  • Bei Prellungen, Verstauchungen und Quetschungen: Einreibung mit einer 2 – 3%igen Verdünnung (2 – 3 Tropfen in 1 TL Trägeröl). Wirkt noch besser in Kombination mit Cajeput und Lavendel fein.

Pfefferminzöl mischt sich gut mit: Lavendel, Zitrone, Teebaumöl, Cajeput.

Sichere Anwendung:

 

In physiologischer Dosierung sind bei Erwachsenen keine Nebenwirkungen bekannt.

Es darf nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern verwendet werden.

Bei Kindern unter 3 Jahren sollte Pfefferminzöl nicht angewendet werden, vor allem nicht in der Nähe des Gesichtes, da dies in seltenen Fällen zu einem Stimmritzenkrampf führen kann! Das gilt übrigens für alle mentholhaltigen Erkältungsbalsame (Luuf, Vaporub).

Pfefferminzöl soll auch nicht als Badezusatz verwendet werden, da sich eine Kältewirkung (frösteln) auf dem ganzen Körper ausbreitet.

Einige Homöopathen empfehlen, Pfefferminze nicht gemeinsam homöopathischen Präparaten zu verwenden.

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4. Cajeputöl –
das “Erkältungs- und Schmerzöl”

ätherische Öle für die Hausapotheke - Cajeputöl

Cajeputöl wird in Südostasien aus den Blättern des Cajeput Baumes (Melaleuca cajeputi, Melaleuca leucadendron) destilliert. Dort gilt „Kayu-puthi“ seit Jahrhunderten als Allerheilmittel.

Cajeput und ist aufgrund seiner stark antiseptisch (tötet Krankheitserreger), auswurffördenden und abwehrsteigernden Eigenschaften eines der besten ätherischen Öle zur Behandlung von Erkältungserkrankungen.

Es ist als Erkältungsöl besonders für Kinder geeignet, da es für die Kleinen verträglicher ist als Pfefferminzöl und kampferhaltigen Öle.

So wirkt ätherisches Cajeputöl:

Körperlich: antibakteriell, stark antiviral, hustenreizmildernd, schleimlösend, auswurffördernd, durchblutungsfördernd auf die Atemwege, stark abwehrsteigernd, fiebersenkend, schmerzlindernd auf Nerven und Muskulatur.

Psychisch: belebend, nervenstärkend, konzentrationsfördernd.

Schleimlösend, antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend:

  • Bei Erkältungen, Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und Grippe als Inhalation, Bäder, Einreibungen, in der Duftlampe.
  • Inhalation bei Bronchitis: 1 – 2 Tropfen Cajeputöl in 1 TL Salz verreiben und in einer Schüssel heißem Wasser lösen.
  • Einreibung: 3 Tropfen Cajeputöl in 1 Teelöffel Trägeröl. Wirkt auch sehr gut in Kombination mit Teebaum, Lavendel und Pfefferminze.

Schmerzlindernd:

  • Mittelohrentzündung (Otitis media): 4 Tropfen Cajeput + 4 Tropfen Lavendel fein mit 1 Teelöffel Trägeröl mischen (bei Kindern die Menge an ätherischen Ölen halbieren). Damit das Gebiet um die Ohrmuschel bis zum Halsansatz täglich mehrmals einreiben. 1 Tropfen dieser Grundmischung auf einen Wattebausch geben und in den Gehörgang einführen.
    Mit einer Mittelohrentzündung sollte man aber grundsätzlich IMMER so schnell wie möglich zum Arzt gehen!
  • Zahnschmerzen: Cajeputöl mit einem Wattestäbchen pur auf die schmerzende Stelle auftragen ODER 3 Tropfen in ein ½ Glas Wasser geben und den Mund damit mehrmals täglich spülen. Noch besser wirkt z. B. Nelkenöl (nur für Erwachsene).

Durchblutungsfördernd und schmerzlindernd: 

  • Einreibung: 2 – 3 Tropfen Cajeputöl mit einen Teelöffel Trägeröl mischen und auf die schmerzenden Muskeln oder Gelenke einreiben.

Mischt sich gut mit: Zitrone, Lavendel und Pfefferminze

Sichere Anwendung:

 

In physiologische Dosierung (1 – 3%ige Verdünnung) treten im Allgemeinen keine Nebenwirkungen auf.

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5. Zitronenöl –
stärkt das Immunsystem und gibt Energie

Zitronenöl (Citrus limon) ist ein Allround-Talent: es stärkt das Immunsystem, wirkt sehr stark antibakteriell (Streptokokken), leicht antiviral, ist besonders gut zur Raumluftdesinfektion geeignet und wirkt zudem auch nervenberuhigend und konzentrationsfördernd. ätherische Öle für die Hausapotheke - Zitronenöl

Zitronenöl wird vor allem durch Kaltpressung aus der Schale von Zitronen gewonnen.

Es ist eines der beliebtesten Öle überhaupt und gilt als Inbegriff von „Sauberkeit und Frische“.

So wirkt Zitronenöl:

Körperlich: Antiinfektiös (bekämpft Bakterien und Viren), entzündungshemmend, abwehrsteigernd, fiebersenkend, verdauungsfördernd

Psychisch: Erfrischend und klärend, konzentrationsfördernd, nervenberuhigend, stimmungsaufhellend

Anti-infektiös:

Zitronenöl ist ein ausgezeichnetes Öl bei Erkältungskrankheiten: Es wirkt sehr stark gegen Bakterien (besonders Streptokokken) und Viren.

  • Gurgellösung bei Mandelentzündung: 1 – 2 Tropfen Zitronenöl in 1 TL Salz verreiben, in warmem Wasser lösen und gurgeln. Sehr gut in Kombination mit Lavendel- oder Teebaumöl.
  • Inhalation bei Bronchitis: 1 – 2 Tropfen Zitronenöl in 1 EL Salz verreiben und in einer Schüssel heißem Wasser lösen.
  • Zur Raumluftdesinfektion in Zeiten ansteckender Krankheiten oder in hochfrequentierten Räumen: 5 – 10 Tropfen Zitronenöl in deiner Duftlampe oder einem Aromadiffuser verdampfen.
  • Außerdem wirkt Zitronenöl entzündungshemmend und fiebersenkend.

Abwehrsteigernd:

Zitronenöl reguliert das Immunsystem und aktiviert Abwehrzellen.

Hinweise:

  • Zitronenöl enthält KEIN Vitamin C. Das ist nur im frischgepressten Saft enthalten.
  • Da Zitrusfrüchte aus herkömmlichem Anbau stark mit Pestiziden behandelt werden, ist es hier besonders wichtig auf Bio-Qualität zu achten! Zitronenöl wird nämlich hauptsächlich aus den Schalen gepresst
  • Zitrusöle haben eine begrenzte Haltbarkeit von ca. 1 Jahr. Danach sollen diese Öle nicht mehr auf der Haut verwendet werden. Ich verwende sie dann in meinen selbstgemachten Haushaltsreinigern.

Zitronenöl mischt sich gut mit: Lavendel, Pfefferminze, Cajeput, Teebaum

Sichere Anwendung:

 

Zitronenöl eignet sich nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern.

Die enthaltenen Furocumarine können, insbesondere bei hellhäutigen Menschen und in zu hoher Dosierung, bei starker Sonnenbestrahlung zu Hautreizungen führen (Phototoxizität).

Bei zarter, trockener, sowie Kinder- und Altershaut kann es auf Grund des Monoterpengehalts des Öls zu Hautirritation kommen. Empfindliche Personen sollen vor der äußerlichen Anwendung einen Allergie- und Reizungstest auf der Innenseite des Arms durchführen.

In geringer Dosierung (0,5%) ist das Öl im Allgemeinen gut verträglich.

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6. Immortellenöl –
das “Blaue Flecken Öl”

Immortelle (Helichrysum italicum), auch Strohblume, Sonnengold oder Currykraut genannt, bedeutet „die Unsterbliche“. Es ist das unübertroffene Öl bei Blauen Flecken, Blutergüssen und Prellungen. Es gibt dafür kein besseres natürliches Mittel! ätherische Öle für die Hausapotheke - Immortellenöl

Gewonnen wird dieses ätherische Öle durch Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes, das in der Mittelmeerregion beheimatet ist.

So wirkt Immortellenöl:

Körperlich: Blutergüsse auflösend, bei Prellungen, wundheilend, zellregenerierend, lymphabflussfördernd, entzündungshemmend, schleimlösend, krampflösend

Psychisch: ausgleichend, beruhigend, entspannend

Bluterguss auflösend und wundheilend:

Bei allen Verletzungsformen ist das ätherische Immortellenöl das Mittel der Wahl. Anfangs pur angewendet, später in verdünnter Form bewirkt es kleine “Wunder”: Blutergüsse lösen sich schnell auf, das Gewebe schwillt ab und die Heilung wird beschleunigt.

Schleimlösend, krampflösend, entzündungshemmend:

  • Immortellenöl ist auch sehr wirkungsvoll bei Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung und Schnupfen in Form von Einreibungen und in Bädern und Inhalationen.

Immortellenöl mischt sich gut mit: Lavendel, Cajeput, Cistrose, Geranie, Zitrusöle

Sichere Anwendung:

 

Immortellenöl gehört zu den wenigen ätherischen Ölen, die auch pur auf die Haut aufgetragen werden können. Schon in geringer Dosierung ist es hochwirksam.

Die Immortelle gehört zur Gruppe der Korbblütler. Vorsicht also bei Korbblütlerallergie!

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Fazit:

Ätherische Öle sind eine wertvolle Ergänzung für jede Hausapotheke. Schon mit einigen wenigen Ölen kann ein sehr breites Spektrum an alltäglichen Beschwerden abgedeckt werden.

Bei schweren Erkrankungen und anhaltenden Beschwerden sollte aber grundsätzlich immer ärztlicher Rat eingeholt werden!

Ich empfehle Interessierten unbedingt das Studium von zusätzlicher Literatur oder den Besuch von Weiterbildungen, um diese wunderbaren Naturprodukte fachgerecht und sicher anwenden zu können!

Ätherische Öle Hausapotheke

Literaturnachweis:

Aromatherapie, Dietrich Wabner & Beier

Praxis Aromatherapie, Werner & Braunschweig

Himmlische Düfte, Susanne Fischer-Rizzi

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